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Vorsorge-Kampagne

Hamburger Basketballer als Vorsorge-Vorbilder

Sportler haben Verletzungen, aber keine Erkrankungen: Dieses Bild herrschte lange Zeit bei vielen Männern vor. Die Basketballer der Hamburg Towers zeigen, dass bei vielen inzwischen ein Umdenken eingesetzt hat.

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Dr. med. Henrik Zecha (l.) mit Towers-Spieler Jonas Wohlfarth-Bottermann.

Dr. med. Henrik Zecha (l.) mit Towers-Spieler Jonas Wohlfarth-Bottermann.

© Dennis Fischer und Immanuel Albertinen Diakonie

Hamburg. Männer zeigen sich als Vorsorgemuffel, die nicht gern über ihre Gesundheit reden - schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Das gilt auch für Sportler. In ihrem Umfeld wird über Krankheiten am liebsten nur als Verletzung gesprochen.

Ganz anders machen es die Bundesliga-Basketballer der Veolia Towers Hamburg mit ihrer Aktion „Gib deiner Gesundheit keinen Korb!“. Gemeinsam mit dem Hamburger Albertinen Krankenhaus setzen sich die Korbjäger dafür ein, dass Männer stärker auf ihre körperliche und seelische Gesundheit achten.

Am 3. November ist deshalb das Team der Urologie um Chefarzt Dr. Henrik Zecha vor Ort in der edel-optics.de Arena in Hamburg-Wilhelmsburg, um rund um das Heimspiel gegen RASTA Vechta darüber zu informieren, „was Männer wirklich stark macht – nämlich der Schutz vor gefährlichen Krankheiten wie Hoden- und Prostatakrebs.“

Mit dem da Vinci-Roboter am Spielfeldrand

„Krebserkrankungen lassen sich in der Regel in einem Anfangsstadium gut behandeln, in einem fortgeschrittenen, späten Stadium können sie nicht mehr heilbar sein. Deshalb ist es so wichtig, Vorsorge ernst zu nehmen“, mahnte Zecha bei der Vorstellung der Kampagne.

Zusammen mit anderen Experten aus der Klinik für Urologie und Uro-Onkologie steht er am Rande des Bundesligaspiels den Fans der Towers und allen Interessierten zum Thema Männergesundheit zur Verfügung. Auch ein roboter-assistiertes da Vinci-OP-System kann bei dieser Gelegenheit ausprobiert werden.

Auch das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Depression stehen an diesem Tag auf dem Programm. Prof. Sönke Arlt, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Albertinen Krankenhaus, wirbt für einen offenen Umgang mit der Erkrankung: „Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke und Vernunft!“

Die Initiatoren haben sich den „Movember“ für die ungewöhnliche Aktion ausgesucht. Der Name setzt sich aus den Wörtern „November“ und „Moustache“ (französisch für Schnurrbart) zusammen und ist Programm: Viele Männer lassen sich Schnurrbärte wachsen, um zu den Vorsorgethemen bei Hoden- oder Prostatakrebs und psychischer Gesundheit ins Gespräch zu kommen. (di)

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