Wahl der Vertreterversammlung

Hessens KV-Vorstand steht vor Veränderung

Aktuell laufen die Wahlen zur Vertreterversammlung der KV Hessen. Da der von den Hausärzten gestellte Vorstand Starke nicht wieder antritt, wird über die Nachfolge spekuliert.

Christoph BarkewitzVon Christoph Barkewitz Veröffentlicht:
Dieses Bild wird bald der Vergangenheit angehören, KV-Vorstandsvize Dr. Eckhard Starke (rechts) wird nicht wieder antreten. Vorstandschef Frank Dastych hat sich noch nicht zu seinen Ambitionen erklärt.

Dieses Bild wird bald der Vergangenheit angehören, KV-Vorstandsvize Dr. Eckhard Starke (rechts) wird nicht wieder antreten. Vorstandschef Frank Dastych hat sich noch nicht zu seinen Ambitionen erklärt.

© Carolina Ramirez

Frankfurt/Main. Nach der laufenden Wahl zur Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen wird der Vorstand unabhängig vom Ergebnis nicht mehr derselbe sein: Der jetzige Vorstandsvize Dr. Eckhard Starke aus dem Lager der Hausärzte wird altersbedingt nicht mehr antreten.

Ob der Vorstandsvorsitzende Frank Dastych, HNO-Arzt aus Bad Arolsen, erneut für diesen Posten antreten würde, ist offen, eine Anfrage blieb bis dato unbeantwortet. Zumindest kandidiert Dastych als Nummer 1 auf der Facharzt-Liste, die bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2016 mit 23 Sitzen die mit Abstand meisten Mandate errungen hatte. Zweiterfolgreichste Liste war seinerzeit die der Hausärzte – mit 13 Sitzen allerdings weit abgeschlagen.

Die Liste des Hausärzteverbands wird angeführt von deren Landesvorsitzendem Armin Beck aus Hofheim, von dem einige glauben, er liebäugele mit dem Vorstandsvorsitz. Dazu müsste seine Hausarzt-Liste allerdings ein sehr viel besseres Ergebnis einfahren als bei der 2016er-Wahl. Seine eigenen Ambitionen möchte Beck auf Anfrage nicht kommentieren, für seine Liste sagt er aber durchaus, „ich wünsche mir ein besseres Ergebnis“.

Hausärzte hoffen auf besseres Ergebnis

Zumindest im Verhältnis zur Facharzt-Liste könnte es für die Hausärzte diesmal besser ausgehen. Denn erstmals tritt der Marburger Bund mit einer eigenen Liste für die in Praxen und MVZ angestellten sowie ermächtigten Ärztinnen und Ärzte an, die zuvor von keiner Liste konkret vertreten wurden. Die MB-Liste dürfte den laufenden Spekulationen zufolge ihre Stimmen eher von den Fach- als von den Hausärzten ziehen.

Insgesamt treten 13 Listen zur VV-Wahl an, acht aus der Ärzteschaft plus fünf der Psychologischen Psychotherapeuten. Deren Verhältnis ist in der VV mit ihren 50 Sitzen klar geregelt: 45 Sitze für die Ärzteschaft, 5 für die Psychotherapeuten. Die (Brief-)Wahl läuft noch bis 4. Oktober, für den 5. Oktober ist die Stimmauszählung angesetzt.

13 Listen treten zur Wahl an

263 Kandidatinnen und Kandidaten finden sich auf den Wahlvorschlägen. Auf Rang 9 der Facharzt-Liste kandidiert der Präsident der Landesärztekammer, der Anästhesist Dr. Edgar Pinkowski, seine Stellvertreterin Monika Buchalik steht auf Position 3 der Hausarzt-Liste. Auch die Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Hessen, Dr. Heike Winter, tritt an – auf Rang 4 der Liste „VT-AS Verhaltenstherapeut*innen engagiert in der KV“.

Der Vorsitzende der Vertreterversammlung, der Kelkheimer Orthopäde Dr. Klaus-Wolfgang Richter, tritt auf Platz 4 der Facharzt-Liste erneut an. Dessen Stellvertreter ist aktuell Armin Beck. Auch der Frage, ob er im Falle eines erneuten Wahlsiegs des Facharzts Dastych Hausarzt Starke als Vorstandsvize beerben wolle, weicht Beck aus: „Einer von unserer Liste hat sicher diese Chance.“

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

Interview

Gerlach: „Es gibt keinen allgemeinen Ärztemangel und keine generelle Überalterung“

Lesetipps
Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium

Die Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie war in einer aktuellen Studie die häufigste Pilzerkrankung bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen.

© Dr_Microbe / Stock.adobe.com

Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie

Pilzsepsis gibt es auch bei Rheuma