Coronavirus-Pandemie

KV Berlin startet COVID-19-Versorgungsangebote

In Berlin sollen sich in insgesamt 19 Arztpraxen Menschen behandeln lassen können, die Erkältungs- oder Grippesymptomen zeigen und nicht zum Hausarzt gehen können.

Veröffentlicht: 21.04.2020, 13:21 Uhr
Berlin in Zeiten von SARS-CoV-2: mit Mundschutz im Supermarkt. Auch die KV bietet jetzt spezielle Praxis-Angebote.

Berlin in Zeiten von SARS-CoV-2: mit Mundschutz im Supermarkt. Auch die KV bietet jetzt spezielle Praxis-Angebote.

© Kay Nietfeld/dpa

Berlin. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin beginnt in dieser Woche mit Angeboten in der ambulanten Versorgung für Patienten mit Verdacht auf eine COVID-19-Infektion und jene, deren Infektion bestätigt ist und die sich in Quarantäne befinden. Auf diese Weise sollen Arztpraxen sinnvoll bei der Bekämpfung des Virus entlastet werden.

In sogenannten COVID-19-Praxen sollen sich Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus behandeln lassen können. An insgesamt 19 Arztpraxen in den Bezirken Pankow, Lichtenberg, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Mitte, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf sollen sich Menschen wenden können, die an typischen Erkältungs- oder Grippesymptomen leiden und keinen eigenen Hausarzt haben beziehungsweise dieser aktuell keine Patienten behandelt, weil er zum Beispiel keine ausreichenden Schutzmaßnahmen gewährleisten kann.

„Erfreulicherweise konnte die Verbreitung des Coronavirus in Berlin verlangsamt werden, trotzdem müssen wir uns darauf einstellen, dass COVID-19-Infektionen auch in den kommenden Monaten eine große Herausforderung für die ambulante ärztliche Versorgung bleiben werden“, so der KV-Vorstand.

„COVID-Care“ in Reinickendorf

Zwar besitzen die meisten Berliner Praxen eine Grundausstattung an Schutzausrüstung, diese würde aber nur auf absehbare Zeit reichen. Zusätzlich können einige Praxen etwa aufgrund kleiner Räumlichkeiten nicht entsprechende Corona-Schutzmaßnahmen treffen, um Verdachtsfälle von den anderen Patienten zu trennen. „Da wir beim Thema COVID-19 in den Praxen noch keine Entspannung sehen, haben wir uns für diese Entlastungsmöglichkeiten entschieden“, so die KV Berlin.

Neben den COVID-19-Praxen wird das Versorgungsangebot „COVID-Care“ in Reinickendorf getestet. Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind und sich in Quarantäne befinden, profitieren von einem ärztlich überwachten Monitoring. Das Konzept entstand in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Infizierte Patienten melden sich hierbei telefonisch bei ihrem Hausarzt, um diesen über das Ergebnis des COVID-19-Tests zu informieren.

Vermittlung durch TSS

Sollte der Patient keinen Hausarzt haben, kann die Terminservicestelle der KV einen Hausarzt vermitteln. Der Hausarzt ruft je nach Bedarf mehrfach täglich den Patienten an, um den Gesundheitszustand des Patienten in der Quarantäne zu begleiten.

Sollten sich die Symptome des Patienten verstärken, kann der Hausarzt einen COVID-Care-Arzt für einen Hausbesuch beauftragen. Covid-Care-Ärzte sind niedergelassene Haus- und Fachärzte, die den Patienten zu Hause untersuchen. Ihnen wird ein Fahrer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KV zur Verfügung gestellt. (mas)

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