Brandenburg

Kammerchef im Osten sieht kleine Kliniken im Nachteil

Veröffentlicht: 22.09.2020, 12:16 Uhr

Potsdam. Der Präsident der Brandenburger Landesärztekammer, Frank-Ullrich Schulz, hat davor gewarnt, dass viele kleine Kliniken die vom Krankenhauszukunftsgesetz des Bundes vorgesehene Ko-Finanzierung durch die Klinikträger nicht leisten können.

Sie würden deswegen auch nicht von den drei Milliarden Euro Bundesförderung und den 1,3 Milliarden Euro Förderung der Länder profitieren können, sagte Schulz in Potsdam. Vielmehr drohten dann nicht sachgerechte Ausweitungen lukrativer Leistungen oder Einsparungen bei Personal- und Sachkosten. Das Gesetz gehe zwar in die richtige Richtung, lasse aber noch Luft nach oben, so Schulz.

Der Kammerpräsident hielt es ferner für notwendig, außer dem Ausbau der Digitalisierung von Kliniken auch die Notfallkapazitäten räumlich auszubauen und digital zu verbessern. Dafür müsse man aber nicht nur mehr Geld zur Verfügung stellen, sondern auch das dazu notwendige Personal vor allem an Notfallmedizinern und IT-Spezialisten berücksichtigen. Nur so würden „Quersubventionierungen mit den bereits bekannten negativen Folgen für die Patienten“ vermieden. (lass)

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