Zugunsten einer geriatrischen Reha-Klinik

Kleinste Klinik in Brandenburg schließt zum Jahreswechsel

In dem Gebäude des 55-Betten-Hauses soll stattdessen eine bereits bestehende „Klinik für Geriatrische Rehabilitation“ aufgestockt werden.

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Potsdam. Brandenburgs kleinstes Krankenhaus in Kloster Lehnin soll nun auch offiziell zum Jahresanfang 2021 geschlossen werden. Der Träger des Krankenhauses, das Evangelische Diakonissenhaus Teltow Lehnin, teilte dies den Beschäftigten mit. Über eine Schließung des aus einer 55 Betten umfassenden Klinik für Innere Medizin sowie zehn Plätzen in einer Tagesklinik bestehenden Hauses wird schon länger diskutiert.

In dem Gebäude des Krankenhauses soll stattdessen eine heute über 70 Plätze verfügende „Klinik für Geriatrische Rehabilitation“ auf 115 Plätze aufgestockt werden. Wie der Träger mitteilte, hätten alle Mitarbeiter aus Pflege, therapeutischem und ärztlichem Dienst eine Arbeitsplatzgarantie erhalten. Für eine kleine Zahl von Mitarbeitern aus der Funktionsdiagnostik werde es alternative Angebote aus dem Unternehmensverbund geben. Nach Angaben des Trägers hätten sich die Rahmenbedingungen zur Finanzierung kleiner Krankenhäuser seit Jahresanfang nicht verbessert und würden sich perspektivisch auch noch verschlechtern.

Steigender Reha-Bedarf

Andere Varianten, etwa die Fortführung der Palliativmedizin in einer „besonderen Einrichtung“ oder der Ausbau der Kapazitäten der Akutgeriatrie eröffneten auch aus Sicht von Ministerium und Kostenträgern keine belastbare Perspektive. Mit der Konzentration auf die Rehabilitation werde der Gesundheitsstandort Lehnin zudem langfristig gesichert.

Während die Zahl der Patienten sowie der Behandlungen im Krankenhaus seit Jahren kontinuierlich zurückging, steige der Bedarf an altersmedizinischen Rehabilitationsangeboten weiter stark an. Gleichzeitig bleibe die regionale medizinische Versorgung mit den Krankenhausstandorten in Brandenburg/Havel, Potsdam und Bad Belzig auf hohem Niveau und in angemessener Entfernung gewährleistet. (lass)

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