Bewährtes Pilotprojekt in Niedersachsen

Landräte wünschen sich landesweiten Einsatz von Tele-Notarzt

Seit Januar 2021 bewährt sich im Kreis Goslar das Pilotprojekt der Telenotfallmedizin. Jetzt sei es an der Zeit, über einen landesweiten Einsatz zu sprechen, so Joachim Schwind, Geschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages.

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Nicht mehr unbedingt bei den Patienten vor Ort müssen Notärzte sein, findet der Landkreistag in Niedersachsen. Manchmal genüge es auch, wenn der Notarzt per Handy „dazugeschaltet“ wird.

Nicht mehr unbedingt bei den Patienten vor Ort müssen Notärzte sein, findet der Landkreistag in Niedersachsen. Manchmal genüge es auch, wenn der Notarzt per Handy „dazugeschaltet“ wird.

© Nadasaki / Getty Images

Hannover. Der Niedersächsische Landkreistag (NLT) plädiert für neue Wege bei Notfalleinsätzen. Ein seit Januar 2021 im Kreis Goslar laufendes Pilotprojekt der Telenotfallmedizin habe sich bewährt, sagte NLT-Geschäftsführer Joachim Schwind dem Polit-Journal „Rundblick“. „Man sollte darüber reden, das landesweit anzubieten“, meinte Schwind. Dabei kann bei Rettungseinsätzen der Notarzt auch per Telefon und Videotechnik hinzugeschaltet werden.

Auch der Landkreis Goslar hatte im vergangenen Sommer ein positives Fazit des Projekts gezogen und von Überlegungen gesprochen, es landesweit anzubieten. „Die technischen Voraussetzungen sind mittlerweile so gut, dass das sogar meist einen medizinischen Mehrwert hat“, betonte Schwind.

Übers Handy im Kontakt

Bisher ist es so, dass bei einem Notruf zunächst der Rettungswagen mit einem Notfallsanitäter losfährt und den Hilfsbedürftigen aufsucht. Im Bedarfsfall wird ein zweites Fahrzeug mit dem Notarzt losgeschickt. Angesichts der massiven Überlastung des Notfallsystems könne es künftig in geeigneten Fällen eine Lösung sein, dass der Sanitäter mit dem Notarzt per Handy Kontakt aufnimmt und die einzelnen Schritte der notwendigen Behandlung bespricht, hieß es. (dpa/lni)

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