Bundeslieferung

Mangelhafte Schutzmasken für bayerische Praxen

Bayerische Ärzte haben 10.000 mangelhafte Schutzmasken aus der Bundeslieferung erhalten. Die KV betont: Die Eigeninitiative hat Bayerns Ärzte aber vor allzu gravierenden negativen Folgen bewahrt.

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München. In den Anfängen der Krise sollen bundesweit über 800 .000 mangelhafte Schutzmasken an Ärzte verteilt worden sein, die nicht den Sicherheitsstandards entsprachen. Das haben Recherchen des Bayerischen Rundfunks und anderer Medien ergeben.

Ein Teil davon ist auch in Bayern an Ärzte gegangen, sagte ein Sprecher der KV Bayerns (KVB) der Deutschen Presse Agentur. „Wir haben rund 10.000 dieser Masken an Praxen ausgeliefert“, erklärte er. Dabei sei der KVB vorab versichert worden, dass die Masken zuvor im Auftrag des Bundes geprüft worden seien.

Dass unter den rund fünf Millionen Masken, die die KVB seit Beginn der Krise verteilt hat, mit gerade einmal rund 0,2 Prozent nur ein geringer Anteil zu beanstanden war, hängt aus ihrer Sicht wesentlich damit zusammen, dass man dort sehr früh auf Eigeninitiative bei der qualitätsgesicherten Beschaffung von Schutzausrüstung wie Masken, Kitteln und Handschuhen gesetzt habe.

75 Prozent ohne Zertifizierung

90 Prozent des Bedarfs der Praxen sei auf diese Weise gedeckt worden. „Im Nachhinein zeigt sich, dass dies die richtige Entscheidung war“, so der KVB-Vorstand. Tatsächlich hat sich schon früh gezeigt, dass die vom Bundesgesundheitsministerium gelieferte Ware, von unterschiedlicher Qualität ist.

Schon bei den ersten Chargen hatte die KVB zwei Drittel der 70.000 gelieferten FFP2-Masken bemängelt. Bei rund 75 Prozent fehlte die Zertifizierung, sodass die KVB diese nicht weiterverteilen konnte.

Mängel gab es nicht nur bei der gelieferten Schutzausrüstung. Auch die Informationspolitik ließ offenbar zu wünschen übrig. Laut BR-Bericht monierten bundesweit mehrere KVen, dass sie vom Bundesgesundheitsministerium nicht ausreichend über die verteilten unsicheren Masken informiert worden seien.

Darunter auch die Bayern. „Wir haben auch keinen Hinweis vom Ministerium auf die Probleme bei den beiden betreffenden Maskentypen erhalten“, so der KVB-Vorstand in einer Erklärung. (bfe)

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