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Gefahr von „Datenblindflug“?

Niedersachsens Ärztekammer-Präsidentin: Zurück zu den kostenlosen Corona-Tests!

Niedersachsens Ärztekammer hat die Rückkehr zu kostenlosen Corona-Bürgertests gefordert – und erwartet im Herbst neue Einschränkungen wegen SARS-CoV-2.

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Einschränkungen bei den Bürgertests sieht die Ärztekammer Niedersachsen kritisch.

Einschränkungen bei den Bürgertests sieht die Ärztekammer Niedersachsen kritisch.

© Frank Hoermann / SVEN SIMON / picture alliance

Hannover. „Jeder, der sich testen lassen möchte, sollte das auch weiterhin kostenlos tun können“, sagte Kammerpräsidentin Martina Wenker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Das Ende der kostenlosen Tests sei ein großer Fehler: „Das führt zu einer ausgeprägten Verwirrung. Im Moment weiß doch keiner mehr, wer sich wann kostenlos testen darf und wer dafür zahlen muss“, kritisierte Wenker. Sie sehe den Bund in der Pflicht.

Die Medizinerin betonte, die Tests blieben wichtig, „weil wir uns ansonsten in einen gefährlichen Datenblindflug begeben und im Herbst nicht einmal mehr Kenntnis über die Infektionszahlen haben“. Sie forderte: „Wir müssen ganz schnell zurück zu den kostenlosen Bürgertests.“

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Wenker: Maskenpflicht wird wiederkommen

Für den Herbst geht Wenker davon aus, „dass neben Abstands- und Hygieneregeln auch die Maskenpflicht in vielen Bereichen zurückkehren wird“. Mund-Nasen-Bedeckungen seien ein „gutes Instrument“, sich und andere vor Ansteckungen zu schützen: „Ich rate sogar eindringlich dazu, auch jetzt schon dort freiwillig Maske zu tragen, wo es momentan keine Pflicht ist - beim Einkaufen etwa und halt überall dort, wo Menschen sich begegnen.“

Zurückhaltend äußerte sich die Kammerpräsidentin zu der Frage einer vierten Corona-Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission empfehle die vierte Dosis momentan nur Menschen ab 70 Jahren oder mit Vorerkrankungen. „Ich rate jüngeren und gesunden Menschen eher davon ab, sich jetzt zum vierten Mal impfen zu lassen. Immungesunde Menschen mit erfolgter Dreifachimpfung könnten zunächst die weitere Impfstoffentwicklung abwarten. (dpa)

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