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Unterbringung psychisch Kranker

Nonnemacher möchte sozialpsychiatrische Dienste stärken

Auch wenn im Zuge des Pakts für öffentlichen Gesundheitsdienst bereits 17 zusätzliche sozialpsychiatrische Stellen geschaffen wurden, sieht Brandenburgs Gesundheitsministerin noch Luft nach oben.

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Potsdam. Eine personelle Stärkung der sozialpsychiatrischen Dienste hat die Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) gefordert. Anlass war eine Diskussion im Gesundheitsausschuss des Potsdamer Landtags zur Unterbringung psychisch Kranker mit Aggressivitätsverhalten. Der Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst erlaube es, solche Stellen neu zu schaffen. Seit dem letzten Jahr seien bereits 17 zusätzliche Stellen in diesem Bereich geschaffen worden. „Das könnten ruhig auch noch mehr werden“, sagte Nonnemacher. „Es bleibt aber eine Daueraufgabe, dass diese Stellen kompetent besetzt sind.“ Es müsse auch das nötige Personal zur Verfügung stehen.

Wie Nonnemacher im Ausschuss sagte, seien in psychiatrischen Kliniken in Brandenburg 16 Patienten länger als sechs Monate untergebracht. Sie beschäftigten ihr Umfeld in den Kommunen und den Einrichtungen über jede Gebühr. Für sie bräuchte es adäquate Unterbringungsmöglichkeiten im Bereich der Eingliederungshilfe. „Wir brauchen Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die einige besonders geschützte oder auch geschlossene Plätze haben, wo man sehr eng mit niedergelassenen Ärzten und dem sozialpsychiatrischen Dienst kooperieren muss.“

Im Ausschuss berichteten verschiedene Abgeordnete, so etwa die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy Augustin oder der gesundheitspolitische Sprecher der Linken, Ronny Kretschmer, von akuten Fällen einiger Patienten. So werde im Klinikum Neuruppin in Ermangelung einer geeigneten Anschlussunterbringung ein psychisch Kranker seit zwei Jahren betreut, ohne dass derzeit eine Perspektive für ihn gebe. (lass)

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