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Bereitschaftsdienst

Poolarztsystem in Bayern funktioniert

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MÜNCHEN. Die KV Bayerns zieht eine positive Zwischenbilanz bei der Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Es gibt Fortschritte, sagte KVB-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Krombholz jüngst bei der Vertreterversammlung.

Bayern hat nun 76 neue Bereitschaftspraxen, davon 56 privat und 20 über die KVB organisiert. Ziel für 2018: 110 Praxen.

In den seit 2015 ausgewählten, ländlichen Pilotregionen zeitigt die Neustrukturierung Erfolge. Dort suchen inzwischen weniger Patienten die Notfallambulanzen der Kliniken auf. Zudem sank die Stundenzahl der Dienste pro Arzt und Jahr auf die Hälfte bis zu einem Viertel. Das soll zugleich die Niederlassung auf dem Land attraktiver machen.

Auch das Mitte 2015 gestartete Poolarztsystem funktioniert. Bis November 2016 haben 608 Ärzte ihre Aufnahme beantragt. Poolärzte sind Nicht-Vertragsärzte, die per Kooperationsvereinbarung mit der KVB am Bereitschaftsdienst teilnehmen. Dadurch entlasten sie die zum Dienst verpflichteten Vertragsärzte, die 2011 aus allen Fachrichtungen kommen.

Gut angenommen wird zudem die neue KVB-Diensttauschbörse. Seit dem Start Ende August wurden 3000 Abgabegesuche erfasst. Weit mehr als ein Drittel wurde zeitnah vermittelt.

Die KVB möchte klare Rahmenbedingungen durch einen dreiseitigen Vertrag mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft und Krankenkassen. Per Schiedsverfahren soll eine Einigung erzielt werden. Dazu wird eine Landesschiedsstelle mit Vertretern von Krankenkassen, BKG und KVB eingerichtet (cmb)

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