Grafschaft Bentheim und Emsland

Regionales Pflegekompetenzzentrum in Niedersachsen startet

15 Case-Manager betreuen in den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland künftig pflegebedürftige Patienten.

Veröffentlicht:

Bentheim/Emsland. Pflegerische Versorgung aus einer Hand: Das Regionale Pflegekompetenzzentrum (ReKo) in Niedersachsen nimmt seine Arbeit mit Pflegebedürftigen auf.

Unter dem Dach eines gemeinsamen Case-Managements werden pflegebedürftige Patientinnen und Patienten aus den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland von 15 Case-Managern betreut. Bis Ende 2020 sollen 200 Pflegebedürftige und ihre Familien im Rahmen des ReKo betreut werden und bis Anfang 2023 rund 1200.

Seit dem Startschuss im Herbst 2019 wurden die Case-Manager geschult, ein regionales Netzwerk von Pflege-Akteuren aufgebaut sowie eine IT-Plattform installiert. Das teilt die DAK Gesundheit mit. Die Krankenkasse ist zusammen mit der Universität Osnabrück und der Gesundheitsregion EUREGIO Projektpartnerin von ReKo.

Auswahl der Teilnehmer läuft

Die Case Manager organisieren die Angebote und Termine der ambulanten Pflege, der Pflegestützpunkte, der Krankenhäuser oder der stationären Pflege als direkt Ansprechpartner zu jeweils individuell passenden Versorgungspaketen. Derzeit werden für das Projekt Teilnehmer ausgewählt.

Zuvor wurde eine neue, sektorenübergreifende IT-Plattform geschaffen, auf der die Informationen der Anbieter zusammenlaufen. Auch pflegende Angehörige haben Zugriff auf die Plattform und finden hier gebündelt regionale Informationen zur Pflege. In den kommenden Monaten sollen die Angehörige bei Bedarf mit Tablets ausgestattet werden.

Expansion erwünscht

Thomas Nerlinger, Geschäftsführer und Projektleiter der Gesundheitsregion EUREGIO, sagt: „Hoffentlich macht das Konzept Schule, sodass auch andere Teile Deutschlands von der Idee profitieren.“ Das Projekt wird mit zehn Millionen Euro vom Innovationsfonds der Bundesregierung gefördert. (cben)

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