Krankenkasse

Sachsen: AOK Plus begrüßt Kostenübernahme für Raucherentwöhnung

Kosten für Tabakentwöhnung sind nach Darstellung der Kasse zu vernachlässigen im Vergleich zu den Folgekosten des Rauchens.

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Voller Aschenbecher auf Euroscheinen.

Auch die Tabakentwöhnung kostet Geld. AOK Plus begrüßt die Kostenübernahme, da die Folgeerkrankungen im Vergleich wesentlich höhere Kosten bewirken.

© mark huls / stock.adobe.com

Dresden. Die AOK Plus verspricht sich von der Kostenübernahme für Medikamente zur Raucherentwöhnung Vorteile für ihre Versicherten. „Es ist sinnvoll, die Suchterkrankung von Menschen möglichst frühzeitig zu bekämpfen und dafür auch die Kosten zu tragen“, sagte Rainer Striebel, Vorstand der Kasse, in Dresden. „Denn diese sind verschwindend gering im Vergleich zu den Kosten, welche durch Folgeerkrankungen entstehen können.“

Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag das Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (GVWG) beschlossen. Es ermöglicht Krankenkassen, ihren Versicherten im Fall einer schweren Tabakabhängigkeit die Medikamente zur Unterstützung einer Entwöhnung zu bezahlen. Die genauen Regelungen dazu werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegt.

Die AOK Plus hatte zusammen mit der TU Chemnitz und Pneumologen-Verbänden in Sachsen und Thüringen von 2013 bis 2018 eine Studie zur strukturierten Tabakentwöhnung initiert. Mehr als 800 Raucher mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder chronischem Raucherhusten hatten daran teilgenommen. Ein Jahr nach Kursende sei fast die Hälfte der Teilnehmer in der Studiengruppe stabil rauchfrei gewesen, verglichen mit jedem Zehnten in der Vergleichsgruppe. (sve)

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