Berlin und Brandenburg

Suche nach Innovation für bessere Herzmedizin-Versorgung

Berlin und Brandenburg beschäftigen sich mit der Verbesserung der Herzmedizin-Versorgung.

Veröffentlicht: 16.12.2019, 16:42 Uhr

Potsdam. Seit 2014 treffen sich Fachleute einmal im Jahr zur „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung“. Der Austausch soll die Basis für die im kommenden Jahr anstehende gemeinsame Krankenhausplanung in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg sein.

Diesmal machten sich die Experten Gedanken über die „Transsektorale Versorgung in der Herzmedizin – von der Prävention bis zur Rehabilitation“.

„Damit wir auch in Zukunft eine gute Behandlung von Herzerkrankungen in allen Teilen der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg gewährleisten können, ist es wichtig, dass Abläufe bei Diagnose, Behandlungen und Therapien zwischen den verschiedenen Spezialisten noch besser koordiniert und ambulant-stationär verzahnt werden“, sagte Brandenburgs damalige Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke).

„Hoch entwickeltes Versorgungssystem“

Sie verwies auf das „hoch entwickelte Versorgungssystem“, das im Bereich der Herzmedizin schon heute in Berlin und Brandenburg existiere. Die beiden Nachbarländer arbeiten bereits seit vielen Jahren bei der Versorgung von Herzerkrankungen eng zusammen. Ein Beispiel dafür ist das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister – kurz B2HIR.

Es geht auf die flächendeckende klinische Registrierung der Herzinfarktdaten in Berlin zurück, die schon seit 20 Jahren vorgenommen wurde. 2014 traten auch Brandenburger Kliniken dem Register bei, das schließlich 2017 in das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister umbenannt und als Verein eingetragen wurde.

Ziel ist es, gewonnene Daten zur stationären Versorgung von Infarktpatienten auszuwerten und die Erkenntnisse in Behandlung und Forschung einfließen zu lassen.

Die Zahlen des Registers zeigen, wie sich die Versorgung seit 1999 verbessert hat: Die Krankenhaussterblichkeit mit Diagnose Herzinfarkt hat sich von 14 auf 7 Prozent halbiert.

Die durchschnittliche stationäre Versorgungszeit wurde von 90 auf 60 Minuten für diejenigen Patienten verkürzt, die schnellstens versorgt werden müssen. (juk)

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