Ecuador

Auch deutsches Opfer unter Erdbeben-Toten

Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Ecuador steigt auf fast 600. Darunter befindet sich auch mindestens ein deutsches Opfer, bestätigt das Auswärtige Amt. Ärzte und Helfer aus Deutschland sind im Einsatz.

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QUITO/BERLIN. Bei dem Erdbeben in Ecuador mit mehr als 500 Todesopfern ist auch eine Deutsche ums Leben gekommen.

"Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Toten auch eine deutsche Staatsangehörige ist", bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin.

Die deutsche Botschaft in Quito stehe im engen Kontakt mit den Angehörigen und den Behörden vor Ort. Zu Alter und Herkunft der Frau gab es keine Angaben.

Über tausend Helfer aus aller Welt

Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft Ecuadors mitgeteilt, dass ein deutsches Opfer unter den Toten sei. Bislang gibt es den dortigen Behörden zufolge insgesamt 570 Todesopfer, darunter 13 Ausländer.

Über tausend Helfer, Feuerwehrleute und Ärzte aus 20 Länder beteiligen sich an den Rettungsarbeiten. Aus den Trümmern wurden bislang 54 Überlebende gerettet. Eine Jugendliche konnte in Manta nach 60 Stunden unter Betonfragmenten lebend geborgen werden.

Medizinische Hilfe aus Deutschland

Auch Helfer aus Deutschland sind im Einsatz: Für die Organisation Humedica, die medizinische Katastrophenhilfe anbietet, waren zunächst sieben Kräfte in der Krisenregion, darunter drei Ärzte.

Die Trinkwasserversorgung sei trotz der kollabierten Wasserleitungen vorerst gesichert, erklärte Staatschef Rafael Correa . Heereseinheiten verteilten Trinkwasser mit Tankwagen. Private Unternehmen liefern täglich mehr als eine halbe Million Wasserflaschen an die Notfallhelfer, wie die Zeitung "El Universo" berichtete.

Warnung vor Krankheiten

Das Kinderhilfswerk Unicef warnte vor den von Mücken verbreiteten Krankheiten wie Zika, Dengue, Malaria und Chikungunya.

Die bereits vor dem Erdbeben eingeleiteten Maßnahmen zur Mückenbekämpfung werden intensiv fortgeführt, erklärte die stellvertretende Gesundheitsministerin Verónica Espinosa.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstag vor allem die Küstenregion westlich der Hauptstadt Quito erschüttert, Tausende Menschen wurden verletzt. (dpa)

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