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Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Professor Hendrik Streeck

Der Bonner Virologe Professor Hendrik Streeck hat das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. Gewürdigt wird damit nicht nur sein Engagement im Corona-Expertenrat, sondern auch in der HIV-Forschung.

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NRW-Ministerpräsident Wüst (l.) händigt Prof. Henrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie des UKB, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.

NRW-Ministerpräsident Wüst (l.) händigt Prof. Henrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie des UKB, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.

© Martin Götz/Land NRW

Bonn. Professor Hendrik Streeck wurde mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Ministerpräsident Hendrik Wüst übergab dem Direktor des Instituts für Virologie des Uniklinikums Bonn (UKB) die höchste staatliche Auszeichnung am Mittwoch. Damit würden seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten und sein unermüdlicher Einsatz für die öffentliche Gesundheit gewürdigt, heißt es in einer Mitteilung des UKB.

Streeck zählt zu den weltweit anerkannten Experten in der Virologie. Seine Arbeiten zur HIV-Forschung hätten entscheidend dazu beigetragen, die Mechanismen des Virus besser zu verstehen und innovative Therapien zu entwickeln. Während der COVID-19-Pandemie sei Streeck „eine zentrale Stimme in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte“ gewesen. Der Mediziner wirkte in verschiedenen Gremien mit, auch im Expertenrat Corona der Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowie im Corona-ExpertInnenrat des Bundeskanzleramts, und trug mit seinen Studien maßgeblich zur Entwicklung von Schutz- und Präventionsstrategien bei.

Pionier in der HIV- und Corona-Forschung

Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte in seiner Laudatio: „Professor Streeck kennen viele in Deutschland als einen der führenden Virologen. Zu Beginn der Corona-Pandemie wirkt er an der sogenannten „Heinsberg-Studie“ mit. Die nordrhein-westfälische Landesregierung entsendet ein Forscherteam unter seiner Leitung nach Heinsberg. Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen von Hendrik Streeck und seinem Team in etwa 400 Haushalten werden zu einer Grundlage für die weitere Pandemiebekämpfung.“

Bereits Anfang April 2020 beruft Ministerpräsident Armin Laschet Streeck in den Expertenrat Corona der Landesregierung.“ Später wurde er auch Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung. Wüst verwies darauf, dass der ursprüngliche Forschungsschwerpunkt von Streeck jedoch in einem anderen Bereich liege: der HIV-Forschung. „Er zählt zu den Spitzenforschern, engagiert sich vielfältig in der Gremienarbeit und ist seit Oktober 2019 Direktor des Instituts für Virologie und des Zentrums für HIV und Aids am Universitätsklinikum Bonn.“

Schwerpunktwahl im Studium

„Diese Auszeichnung ehrt nicht nur mich, sondern auch die vielen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich über die Jahre zusammenarbeiten durfte. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass Wissenschaft Leben verbessern und retten kann – sei es im Kampf gegen HIV oder in der Bewältigung von Pandemien wie Corona“, sagte der Virologe.

Schon während seines Studiums hat er den Schwerpunkt Virologie gewählt. Seine Dissertation in Bonn zur HIV-Impfstoffforschung wurde weltweit zitiert und 2009 mit dem Forschungspreis der Deutschen Aids-Gesellschaft ausgezeichnet. U.a. ist er Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Künste. 2018 wurde er in das Kuratorium der „Deutschen AIDS-Stiftung“ berufen und 2019 zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. (kaha)

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