Soziales Miteinander

In Corona-Zeiten hilfsbereiter

Das soziale Miteinander in Deutschland hat sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie eher verbessert, lassen die Ergebnisse einer Umfrage vermuten – auch wenn manche Bürger beim Kauf von Toilettenpapier ihre Mitmenschen vergessen.

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Ein Einkaufsdienst für Bedürftige im Einsatz.

Ein Einkaufsdienst für Bedürftige im Einsatz.

© Patrick Seeger/dpa

Berlin. Auch wenn Einzelne im Supermarkt um Toilettenpapier rangeln und auf der Straße über die Sinnhaftigkeit der Maskenpflicht gestritten wird: Insgesamt hat sich das soziale Miteinander in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie eher verbessert. Das zeigen die Ergebnisse einer anonymen Online-Befragung des Basel Institut of Commons and Economics.

Die Forscher um den Soziologen Alexander Dill hatten die Teilnehmer der Befragung zwischen Mai und September dieses Jahres aufgerufen, auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 10 (sehr hoch) anzukreuzen, wie sie etwa die Hilfsbereitschaft oder die Gastfreundschaft der Menschen in ihrer Umgebung beurteilen.

Das soziale Klima wurde demnach mit 7,1 Punkten besser bewertet als im Vorjahr (6,7). Auch die von den Befragten im Alltag erlebte Hilfsbereitschaft nahm zu: von 7 in 2019 auf diesmal 7,3 Punkte. Und obwohl Kontakte und Einreisen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Zeitraum der Befragung beschränkt wurden, kletterte der Wert für Gastfreundschaft in diesem Jahr von 6,2 auf 6,7 Punkte.

Umfrage nicht repräsentativ

Das Basel Institute of Commons and Economics veröffentlicht jährlich seinen World Social Capital Monitor und ist als Partner für die UN-Nachhaltigkeitsziele registriert. Das Institut wird bei seiner Befragung von Universitäten und Nichtregierungsorganisationen unterstützt, was einen relativ hohen Anteil von Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen unter den Teilnehmern der Befragung vermuten lässt. In diesem Jahr gibt es Ergebnisse aus 129 Staaten.

Die Ergebnisse der Befragung sind schon aufgrund der anonymen Erhebung nicht repräsentativ, weil etwa Altersgruppen nicht entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung gewichtet sind. Sie haben aber nach Auffassung der Forscher, wie sich an der meist sehr geringen Abweichung der einzelnen Antworten ablesen lässt, dennoch Aussagekraft.

Dill ist ein Kritiker internationaler Rangfolgen, bei denen allein auf Indikatoren wie Pro-Kopf-Einkommen oder Infrastruktur geschaut wird. (dpa)

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