Österreich

Kanzler Kurz: Corona wird jetzt zum „individuellen medizinischen Problem“

Zehn Schnitzel am Tag oder mit 140 Kilo Lebendgewicht klettern: Der Staat kann nicht immer aufpassen, meint Österreichs Kanzler Sebastian Kurz. So will er es jetzt auch bei COVID-19 halten.

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Wien. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will im Umgang mit SARS-CoV-2 auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen. Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: „Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem“, sagte der ÖVP-Politiker mehreren Regionalmedien wie der „Kleinen Zeitung“ (Samstag).

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. „Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert.“

Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz. Durch den Fortschritt bei Impfungen, das Tragen von Masken und Massentests sei die Lage nicht mit dem vorigem Sommer vergleichbar. In Österreich wurden Anfang Juli Abstandsregeln aufgehoben und die Nachtgastronomie sperrte wieder auf. (dpa)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
sebastian luethi

Aber der Staat gibt auf den Strassen auch Geschwindigkeitsbegrenzungen Herr Kurz, weil manche Entscheidungen auch das Leben anderer gefährdet.


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