Personalie

Dr. Johannes Karges erhält Life Sciences Bridge Award

Dr. Johannes Karges hat der Krebstherapie laut Aventis Foundation neue Perspektiven eröffnet. Dafür erhält er den von der Stiftung ausgelobten, mit 100.000 Euro dotierten Nachwuchspreis.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Dr. Johannes Karges

Dr. Johannes Karges hat der Krebstherapie laut Aventis Foundation neue Perspektiven eröffnet. Dafür erhält er den von der Stiftung ausgelobten, mit 100.000 Euro dotierten Nachwuchspreis.

© Aventis Foundation

Frankfurt/Main. Die Aventis Foundation hat Dr. Johannes Karges den diesjährigen Life Sciences Bridge Award verliehen, um ihm den Weg zu einer Professur zu ebnen. Der 31-Jährige von der Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität Bochum kümmert sich laut Stiftung um Metallkomplexe wie Cisplatin, die in der Chemotherapie von Tumoren Tradition haben. Sie vergiften aber auch gesunde Zellen und erzeugen dadurch starke Nebenwirkungen. Verglichen mit modernen Krebstherapien erscheinen sie veraltet.

Karges zeige nun unter anderem, wie sich eine Vorstufe von Cisplatin zielgenau nur im Tumorgewebe anreichern und dort anschließend mit Ultraschallwellen aktivieren lasse. Präklinisch habe dieses Verfahren die avisierten Tumoren vernichtet.

„Karges hat der Krebstherapie neue Perspektiven eröffnet. Sein Ansatz, dafür transdisziplinär die Grenzen von Chemie, Physik und Medizin zu überschreiten, ist vorbildlich“, verdeutlicht Professor Werner Müller-Esterl, Vorsitzender der Jury des Life Sciences Bridge Award.

Die Auszeichnung ist nach Stiftungsangaben einer der höchstdotierten Nachwuchspreise Deutschlands. Er wird jährlich an bis zu drei Preisträger vergeben, die an deutschen Universitäten forschen. Sie erhalten jeweils 100.000 Euro. Zehn Prozent davon dürfen sie für persönliche Zwecke nutzen, der Rest ist der Finanzierung ihrer Forschung vorbehalten. (eb)

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