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Initiative an der Uni Witten/Herdecke

Kondolenzseite für an COVID-19 gestorbene Ärzte und Pflegekräfte

Mit einer Kondolenzseite im Internet soll Mitarbeitern im Gesundheitswesen gedacht werden, die an COVID-19 gestorben sind.

Veröffentlicht:
Ärzten und Pflegekräften, die sich bei ihrer Arbeit mit SARS-CoV-2 infiziert haben und daran gestorben sind, soll auf einer Internetseite gedacht werden.

Ärzten und Pflegekräften, die sich bei ihrer Arbeit mit SARS-CoV-2 infiziert haben und daran gestorben sind, soll auf einer Internetseite gedacht werden.

© Tobias Hase / dpa

Witten. Der Einsatz gegen die COVID-19-Pandemie fordert auch im Gesundheitswesen Tribut. Immer wieder sterben Ärzte und Pflegekräfte, die sich bei ihrer Arbeit mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Mit einer neuen Kondolenzseite im Internet wollen ehemalige Studierende der Universität Witten/Herdecke (UWH) diesen Menschen ein Gesicht geben und die Erinnerung an sie wach halten.

„Es soll präsenter werden, dass Menschen in der Versorgung ihr Leben lassen“, sagt Franziska Jagoda, eine der Initiatorinnen, der „Ärzte Zeitung“. Sie hat an der UWH einen Master in Pflegewissenschaft gemacht und ist jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pflegewissenschaft der Uni.

Eine Stimme für COVID-19-Opfer

Gemeinsam mit vier ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen betreibt Jagoda seit anderthalb Jahren den Podcast „Übergabe“. Dort geht es rund um Themen aus der Pflege und dem Gesundheitswesen insgesamt. Die Kondolenzseite ist im Internet-Auftritt zum Podcast integriert. „Wir finanzieren alles selbst“, berichtet sie.

Jagoda und ihre Mitstreiter haben das Gefühl, dass sich in Deutschland im Unterschied zu anderen Ländern bislang niemand richtig um das Thema Corona-Opfer aus dem Gesundheitswesen kümmert. „Deshalb haben wir selbst etwas auf die Beine gestellt.“ Ein Vorbild für die Kondolenzseite kommt aus Großbritannien. Bei dem Projekt kooperieren die fünf mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest und der Initiatorin von #respectnurses Anna Wardega.

Bisher keine konkreten Namen

Das Ziel ist es, auf https://uebergabe.de//podcast/covid19 die Namen der Verstorbenen, Informationen über ihre Arbeit und ein Bild zu veröffentlichen. Die Betreiber der Seite fordern Angehörige, Freunde oder Kollegen der Verstorbenen auf, ihnen die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Bislang konnte sich aber noch niemand zu diesem Schritt entschließen.

Dagegen findet sich schon eine Reihe von Einträgen auf dem ebenfalls auf der Seite zur Verfügung stehenden Kondolenzbuch. „In Gedenken an all unsere verlorenen Kolleginnen und Kollegen. Auch wenn eure Namen unbekannt sind, werdet ihr nicht vergessen“ oder „Liebes Übergabeteam, ich Danke Euch von Herzen für diese sehr gute aber auch emotionale Idee im Gedenken an unsere unvergessenen Kolleginnen und Kollegen, die durch Ihren Einsatz selber ihr Leben verloren haben“, heißt es dort. (iss)

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Kommentare
Claus F. Dieterle 27.05.202012:44 Uhr

Die Kondolenzseite ist eine gute Idee, den Verstorbenen wird gebührende Aufmerksamkeit gewidmet. "Wie schnell ist alles vorbei und wir sind nicht mehr! Lass uns erkennen, wie kurz unser Leben ist, damit wir zur Einsicht kommen." Psalm 90,10.12

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