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Mediziner vermessen Leipziger Schulkinder

LEIPZIG (dpa). Auf der Suche nach den Auslösern von Zivilisationskrankheiten vermessen Leipziger Ärzte demnächst ganze Schulklassen. 15.000 Kinder und Jugendliche - gesunde und kranke - sollen im Rahmen des LIFE-Child-Projektes untersucht werden, wie Professor Wieland Kiess, Leiter der Uni-Kinderklinik, am Donnerstag sagte.

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Die Forscher wollen herausfinden, wie Umwelt und Lebensgewohnheiten schon bei Kindern Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Allergien beeinflussen. Die Untersuchungen reichten von Blutdruckmessungen über einen 3D-Bodyscan bis hin zu Fragen zum Lebensumfeld. 150 verschiedene Methoden haben die Mediziner im Repertoire.

"Wir sammeln einen Riesenwust an Daten", sagte Kiess. "Wir wollen nicht nur herausfinden, was Kinder krank macht, sondern auch, was Kinder schützt und sie gesund hält." Es sei wichtig, dass möglichst komplette Klassen untersucht werden, um die gesamte Gesellschaft abzubilden.

Die Studie ist langfristig angelegt, die Kinder und Jugendlichen sollen über zehn Jahre begleitet werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Mit einem gewissen Schwund sei natürlich zu rechnen, sagte Kiess. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass in zehn Jahren noch 60 Prozent der Probanden mitmachen.

LIFE-Child ist ein Teilprojekt des groß angelegten Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationskrankheiten (LIFE). Dieses hatte sich bei einer Landesexzellenzinitiative des Freistaats Sachsen durchgesetzt und wird mit 38 Millionen Euro gefördert.

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