Ernährung

Nestlé führt Nährwert-Ampel Nutri-Score ein

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will die Nährwert-Ampel Nutri-Score für seine Produkte in Europa nutzen – in Deutschland wartet der Hersteller allerdings noch.

Veröffentlicht: 26.06.2019, 11:33 Uhr
Nestlé führt Nährwert-Ampel Nutri-Score ein

In Frankreich wird die Lebensmittelkennzeichnung via Nutri-Score zum Teil bereits praktiziert. Der Konzern Nestlé will jetzt für seinen Produkte in weiteren Ländern nachziehen.

© Christophe Gateau / dpa / picture alliance

FRANKFURT/MAIN. Der Schweizer Branchenriese will das freiwillige System Nutri-Score zunächst in Ländern Kontinentaleuropas an den Start bringen, in denen es unterstützt werde, wie Nestlé in Frankfurt mitteilte. Das sind Frankreich, Belgien und die Schweiz, wo Gesundheitsbehörden den Nutri Score empfohlen haben. In Deutschland wolle man das System „unverzüglich“ einführen, „sofern die rechtlichen Voraussetzungen hierfür geschaffen werden“.

Der Nutri-Score fasst die gesamte Nährwertqualität der Lebensmittel in einer fünfstufigen Farbskala von A bis E auf der Verpackung zusammen. Diese Form der Kennzeichnung ist in der deutschen Lebensmittelbranche umstritten.

„Die Europäer sind immer interessierter daran, was in den Lebensmitteln und Getränken enthalten ist, die sie konsumieren“, sagte Marco Settembri, Chef von Nestlé für Europa, den Mittleren Osten und Nordafrika. Man befürworte den Nutri-Score als einheitliche und transparente Kennzeichnung.

Nestlé will mit dem Schritt Signalwirkung erzielen, steht aber auch unter Druck, da Konkurrenten wie der französische Lebensmittelmittelkonzern Danone den Nutri-Score schon eingeführt haben. Zugleich will Nestlé Fortschritte etwa bei der Reduzierung von Zucker etwa in Müsli, Eistee oder Schokoriegeln besser herausstellen.

Die Farbskala bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe in die Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von dunkelgrün bis rot.

Verbraucherschützer, Ärzte und Wissenschaftler machen sich für das System stark. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat in der seit Monaten schwelenden Kennzeichnungsdebatte bisher immer stoisch Ruhe bewahrt und auf eine noch ausstehende Empfehlung des von ihr beauftragten Max-Rubner-Instituts (MRI) verwiesen. (dpa)

Mehr zum Thema

Darmkrebsmonat März

Mit Hühnern und Humor gegen Darmkrebs

Hospizprojekt

„Sterben wieder ins Leben zurückholen“

Stiftung Rufzeichen Gesundheit!

Auszeichnung für Arbeiten zum Metabolischen Syndrom

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
„Sichere Apps auf Rezept gibt es nicht“

Digitale Gesundheitsanwendungen

„Sichere Apps auf Rezept gibt es nicht“

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden