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European Space Agency

Neue Plattform sammelt Daten von Erdbeobachtungs-Satelliten

„Rapid Action Coronavirus Earth Observation“-Plattform zeigt Auswirkungen von Ausgangssperren im Zuge der Coronavirus-Maßnahmen.

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Paris. Eine neue Plattform mit Daten aus der Erdbeobachtung soll im Zuge der Corona-Pandemie gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen aufzeigen. Die Daten für die „Rapid Action Coronavirus Earth Observation“-Plattform (Race), die am Freitag von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und der Europäischen Kommission vorgestellt wurde, kommen unter anderem vom Erdbeobachtungsprogramm Copernicus und zeigen etwa Umweltverschmutzung, Industrieproduktion oder Transportaktivitäten.

„Ich hoffe, dass das Programm auch nach COVID-19 weitergeht und wir neue Daten hinzufügen werden“, sagte der Leiter des Erdbeobachtungs-Programms der Esa, Josef Aschbacher, in einer Video-Pressekonferenz am Freitag. Ziel sei, das derzeit auf Europa beschränkte Programm weltweit auszubauen. Manche der gesammelten Daten würden mithilfe Künstlicher Intelligenz analysiert.

COVID-19: Überwachung der Spargel-Ernte

Auf der Race-Plattform lässt sich zum Beispiel die Aktivität während der Spargel-Erntezeit in Brandenburg nachverfolgen. Dabei wurden die aktuellen Daten mit der Saison 2019 verglichen, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die aktuelle Spargelproduktion zu beurteilen. Erdbeobachtung kann außerdem bei der Überwachung der Rohstoffmärkte helfen. So beobachten Sentinel-Satelliten zum Beispiel die Aktivitäten von Schiffen, die das Haupttransportmittel von Rohstoffen sind, rund um den Hamburger Hafen.

Während der Hochzeit der Ausgangsbeschränkungen zeigten Satellitenbilder von Copernicus Sentinel-5 einen Rückgang der Luftverschmutzung in großen Städten wie Rom oder Paris. „Direkt nach dem Ende der Beschränkungen ist die Verschmutzung wieder angestiegen“, sagte Aschbacher. In der zentralchinesischen Metropole Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals entdeckt wurde, sei die Verschmutzung nun sogar bald wieder auf dem Level von vor Corona. (dpa)

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