Paul Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Nachwuchspreis

Preis für Forschung zur Krebsresistenz

Die 24-jährige Ärztin Dr. Laura Hinze hat durch ihre Forschungsarbeiten einen neuen Angriffspunkt für die Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie erschlossen.

Veröffentlicht:

Frankfurt/Main. Die 24-jährige Ärztin Dr. Laura Hinze von der Medizinischen Hochschule Hannover erhält den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2022. Das gab der Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung bekannt.

Die Preisträgerin wird für ihren bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Signalübertragung in Krebszellen ausgezeichnet.

Die Paul Ehrlich-Stiftung zeichnet Dr. Laura Hinze aus.

Die Paul Ehrlich-Stiftung zeichnet Dr. Laura Hinze aus.

© Foto: Laura Hinze

Sie hat entdeckt, wie Leukämiezellen Resistenz gegen das Chemotherapeutikum Asparaginase entwickeln, und so einen neuen Angriffspunkt für die Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) erschlossen. ALL ist die häufigste Krebsart bei Kindern.

Preis wird am 14. März verliehen

Nach Gabe eines Glykogen-Synthase-Kinase-3 (GSK3)-Hemmers fiel Hinze und ihren Kollegen auf, dass die Zellen wieder sensitiv für Asparaginase wurden (Cancer Cell 2019; 35,4:664-676.e7).

Mäuse, die über zwölf Tage nur mit Placebo oder Asparaginase oder GSK3-Hemmer behandelt wurden, seien im Experiment gestorben, heißt es. Die Tiere, die zeitgleich mit Asparaginase und GSK3-Hemmer behandelt wurden, lebten in Experimenten viermal so lange. Ferner konnte sie einen neuen Ansatz zur Behandlung von Darmkrebs und anderen soliden Tumoren ableiten.

Der Preis wird am 14. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Für ihre Forschung war Hinze auch bereits mit dem Forschungspreis 2019 der Walter Schulz Stiftung ausgezeichnet worden. (eb)

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