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„ÄrzteTag“-Podcast

Bürokratie-Overkill: Wie gehen Sie in Ihrer Praxis mit Einzelregressen um, Dr. Bürger?

Hausarzt Hans Bürger setzt sich seit Jahren auf vielen Ebenen für Bürokratieabbau in Praxen ein. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht er darüber, wie Kolleginnen und Kollegen durch Bagatellregresse drangsaliert werden und was dagegen zu tun ist.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

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Dr. Hans Bürger ärgert sich seit Jahren über die hohe Belastung der Praxen durch immer mehr bürokratische Anforderungen – unter anderem durch Einzelregresse in geringer Höhe. Dreiviertel der beantragten Regresse seien sogenannte Bagatellregresse, zeigten Untersuchungen von Kassenärztlichen Vereinigungen.

Kolleginnen und Kollegen würden unverhältnismäßig belastet, wenn sie sich gegen diese Regressanträge wehren, auch in KV und bei den Krankenkassen selbst entstehe ein hoher Aufwand, schimpft der Hausarzt, der in Vogt bei Ravensburg eine Gemeinschaftspraxis zusammen mit seiner Frau führt.

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Im Podcast erläutert Bürger zudem, wie er mit diesen Wirtschaftlichkeitsprüfungen umgeht, wenn die eigene Praxis betroffen ist und warum er meint, dass sie nicht nur viel Arbeit machen, sondern auch ungerecht sind.

Forderung nach Bagatellgrenze

Der jüngste Ärztetag in Hannover hat nun einen Antrag Bürgers mit der Forderung beschlossen, dass eine Bagatellgrenze von 300 Euro pro Praxis, Quartal und Krankenkasse für Wirtschaftlichkeitsprüfungen gesetzlich eingeführt werden soll.

Eine solche Grenze hatte bereits ein Gesetzentwurf der vorigen Bundesregierung vorgesehen – der aber daran scheiterte, dass die Ampel-Koalition zerbrach.

Im Gespräch geht es nicht zuletzt darum, wie die Formularflut Ärztinnen und Ärzten das Leben schwer macht, es geht um die Misstrauenskultur, die Politik und Krankenkassen gegenüber Praxen aufgebaut haben, aber auch um die Hoffnungen Bürgers, dass es mit dieser Regierung beim Bürokratieabbau endlich vorangehen könnte. (Dauer: 18:15 Minuten)

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