„ÄrzteTag“-Podcast

Gehen die Hausärzte nach der Entbudgetierung jetzt in die Menge, Herr Dr. Lübben?

Im vierten Quartal 2025 ist die Budgetierung für Hausärztinnen und Hausärzte weggefallen. Im „ÄrzteTag“-Podcast berichtet Arzt und Praxisberater Georg Lübben, wie sich das auf die Quartalsabrechnung ausgewirkt hat und worauf Praxisinhaber nun achten sollten.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

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Das erste Quartal ohne Budgetierung für Hausärztinnen und Hausärzte in der vertragsärztlichen Versorgung ist vorbei. Die Praxen haben die Abrechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung übermittelt, deren Abrechnungsbescheide sind allerdings noch nicht verschickt. Das heißt, was die Entbudgetierung den Praxen im Endeffekt genau gebracht haben wird, das ist noch nicht bekannt.

Arzt und Praxisberater Dr. Georg Lübben von der AAC Praxisberatung in Berlin hat sich die Abrechnungen von einigen Hundert Praxen, die er betreut, schon einmal angesehen und analysiert. Er kann daher in etwa abschätzen, wie die Neuregelung gewirkt hat.

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In erster Linie hätten die Praxen profitiert, die zuvor ihr Budget auch überschritten hatten, erläutert Lübben im „ÄrzteTag“-Podcast. Auch Praxen, die vorher restriktiv abgerechnet hatten, weil die Leistungen ohnehin nicht bezahlt worden wären, schauten jetzt eher darauf, dass alles, was erbracht worden ist, auch in der Abrechnung berücksichtigt wird, was zu deutlichen Honorarsteigerungen führen könne.

Eine deutliche Mengenausweitung im Zuge der Entbudgetierung sieht Lübben derzeit nicht, auch wenn die Kassen sogar in der Nachschusspflicht sind, falls das Geld für die hausärztliche Versorgung nicht reicht. Das habe sich auch bei den Kinderärztinnen und Kinderärzten nach den ersten Quartalen nicht gezeigt. Es gebe auch bei den Fallzahlen keinen großen Trend nach oben. Eine starke Mengenausweitung einer Praxis könne an anderer Stelle auch zu Prüfungen, warnt er im Gespräch, zum Beispiel bei den Zeitprofilen.

Lübben analysiert im Gespräch auch, wie stark sich die nicht aufgehobene Budgetierung für Ultraschall-Leistungen und Psychosomatik auf das Gesamthonorar auswirkt, und wie die Schmerztherapie in den meisten KVen behandelt wird.

Nicht zuletzt nimmt der Berater dazu Stellung, ob durch die Entbudgetierung in erster Linie Hausärzte in ohnehin überversorgten Gebieten der Großstädte Berlin und Hamburg profitieren oder ob auch Praxen in ländlichen Gebieten etwas von der Entbudgetierung haben.

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