„EvidenzUpdate“-Podcast

Wer eine Impfpflicht will, muss die richtigen Fragen stellen

Braucht es angesichts von Omikron und eigentlich gar nicht so niedrigen Impfquoten noch eine Corona-Impfpflicht? Im „EvidenzUpdate“ sprechen wir über die Fragen, die Politiker jetzt stellen müssten.

Von Martin Scherer und Dagmar Lühmann und Denis Nößler Veröffentlicht:
Wer eine Impfpflicht will, muss die richtigen Fragen stellen

© [M] Scherer: Dirk Schnack | Lühmann: privat

Die Bundespolitik sucht nach Wegen aus der Pandemie, mindestens jedoch der Omikron-Welle. Nach der Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen könnte eine allgemeine Impfpflicht kommen. Der Ausgang der Debatte ist allerdings offen, mindestens drei verschiedene Linien werden im Parlament diskutiert. Die Befürworter argumentieren mit Solidarität, dem Schutz der am stärksten gefährdeten Menschen oder dem Schutz des Gesundheitssystems. Nur reichen solche Erwartungen und Aussichten, um eine Schutzimpfung gegen COVID-19 gesetzlich verpflichtend vorzuschreiben?

In dieser Episode vom „EvidenzUpdate“-Podcast sprechen Dagmar Lühmann vom Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin und DEGAM-Präsident Martin Scherer darüber, wie sich abwägen ließe, ob eine Impfpflicht ein geeignetes Instrument gegen SARS-CoV-2 ist. Anhand von ein paar Kernfragen könnten Parlamentarier eine echte Technikfolgenabschätzung, ein Health Technology Assessment (HTA) vornehmen und müssten bei ihrer Entscheidung nicht ausschließlich auf Vermutungen vertrauen. (Dauer: 47:19 Minuten)

Anregungen? Kritik? Wünsche?

Schreiben Sie uns: evidenzupdate@springer.com

Quellen:

  • Hirt J, Rasadurai A, Briel M, et al. Clinical trial research on COVID-19 in Germany – a systematic analysis. F1000Research 2021;10:913. doi: 10.12688/f1000research.55541.1
  • Krones T. Stellungnahme. Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin fordert die Bundesregierung und beteiligte Akteure auf zu einem evidenzbasierten Handeln und transparenten Entscheidungen für oder gegen eine SARS-CoV-2 Impfpflicht. Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2022. www.ebm-netzwerk.de (accessed 3 Feb 2022).
  • Krones T. Stellungnahme. Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin fordert die Bundesregierung und beteiligte Akteure auf, Zweck und Ziel einer SARS-CoV-2 Impfpflicht klar zu benennen. Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2022. www.ebm-netzwerk.de (accessed 3 Feb 2022).
Mehr zum Thema

„EvidenzUpdate“-Podcast

5 kleine Updates gegen Über- und Unterversorgung

„EvidenzUpdate“-Podcast

Affenpocken – ein kurzer Überblick für die Praxis

„EvidenzUpdate“-Podcast

Und was machen wir im Herbst, Martin Scherer?

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare lesen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Plenardiskussion beim Hauptstadtkongress 2022: „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ Es diskutierten (von links:) Dr. Christiane Stehle, Tanja Heiß, Emily Troche, Moderatorin Katharina Lutermann, Dr. Susan Niemeyer, Frederike Gramm, Oberin Doreen Fuhr.)

© Rolf Schulten

Wenige weibliche Führungskräfte

Wie kommt das Gesundheitswesen zu mehr Chefinnen?