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Niedersachsen

20 Plätze für psychisch kranke Häftlinge in neuer Abteilung der JVA Oldenburg

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OLDENBURG. Die Justizvollzugsanstalt Oldenburg hat eine neue Psychiatrische Abteilung mit 20 Plätzen für psychisch erkrankte Häftlinge erhalten. Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) bezeichnete die Station zur Eröffnung als wichtigen Schritt "zur Umsetzung des landesweiten Gesamtkonzeptes zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung im Justizvollzug".

Die Abteilung wird von einer Fachärztin für Psychiatrie geleitet und verfolge einen multidisziplinären Ansatz, hieß es. Zum Team gehören unter anderem Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen sowie Sozialarbeiter. Die Abteilung wird auch die stationäre psychiatrische Versorgung für andere niedersächsische Justizvollzugsanstalten übernehmen. Die Kosten des Umbaus der neuen Station in der JVA betrugen rund 266.000 Euro. Für den Personaleinsatz in der neuen Abteilung fallen jährlich Kosten in Höhe von rund 920.000 Euro an.

Bis zu 20 Prozent der Inhaftierten seien behandlungsbedürftig psychiatrisch erkrankt, hieß es. Ihre gute psychiatrische Versorgung erleichtere den Weg aus der Straffälligkeit. Da in Niedersachsen bisher ein Konzept zur psychiatrischen Versorgung von Gefangenen fehlte, hatte Niewisch-Lennartz 2013 eine Projektgruppe mit einem neuen Gesamtkonzept beauftragt. Deren Empfehlungen sehen eine psychiatrische Versorgung im Justizvollzug analog zur Versorgung der Allgemeinbevölkerung vor. Der wichtigste Baustein zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung sei das qualifizierte Personal. In der Psychiatrie-Akademie Königslutter werden Justizbedienstete mit medizinischer Ausbildung zu Fachkranken-pflegern für Psychiatrie weitergebildet, so das Ministerium.(cben)

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