Ärztegenossenschaft

25 Millionen Euro außerhalb des Kollektivs

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RENDSBURG. Die Ärztegenossenschaft Nord erzielte 2012 einen Überschuss von mehr als 128.000 Euro. Der Umsatz erreichte 1,3 Millionen Euro.

Die wichtigste Ertragssäule ist die Abwicklung von Selektivverträgen zwischen Kassen und Arztgruppen.

Nach Volumensteigerung um 14 Prozent gegenüber Vorjahr nahmen 1400 Ärzte an einem der Verträge teil, eingeschrieben waren rund 34.000 Patienten, die Kassen schütteten dafür fast 25 Millionen Euro Honorar außerhalb des Kollektivvertrags an die teilnehmenden Ärzte aus.

Weitere Erlösquellen der Genossenschaft sind:

Provisionserlöse: Über 315.000 Euro nahm die Organisation aus Provisionen von Unternehmen ein, die Genossenschaftsmitgliedern Dienstleistungen und Produkte etwa für den Praxisbedarf anbieten.

Zuweisungen durch die Tochterfirma Q-Pharm: das Generikaunternehmen weist zwar seit einigen Jahren rückläufige Gewinne aus und ist inzwischen nur noch drittwichtigste Umsatz-Säule (2012: 284.000 Euro). Thomas Rampoldt, Geschäftsführer der Ärztegenossenschaft, erwartet aber: "Q-Pharm wird eine wichtige Säule für uns bleiben."

Dienstleistungen: Die Genossenschaft schließt Managementverträge mit Praxisnetzen oder anderen ärztlichen Verbünden. Mit einigen Netzen ist man derzeit im Gespräch, um die Geschäftsführung komplett zu übernehmen. 2012 erwirtschaftete die Genossenschaft in diesem Geschäftsfeld 257.000 Euro. Hier wächst die Genossenschaft derzeit am stärksten.

Die Ärztegenossenschaft Nord mit Sitz in Bad Segeberg wurde 2000 als Parallelorganisation zur KV gegründet.

Ärzte zahlen keine Mitgliedsbeiträge, sondern kaufen Genossenschaftsanteile, die bei Verlassen wieder ausbezahlt werden. Derzeit hat die Genossenschaft 2169 Mitglieder. (di)

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