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AOK mit 771 Millionen Euro Überschuss

Die AOK hat im vergangenen Jahr rund 65 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent) für Leistungen ihrer Versicherten ausgegeben. Dabei wurde ein vorläufiger Überschuss von 771 Millionen Euro (minus 40 Millionen Euro) erreicht.

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

BERLIN. Der Vorstandsvorsitzende der AOK, Herbert Reichelt, führt dies unter anderem auf die Arzneimittel-Rabattverträge und die Disease-Management-Programme zurück. Die Anstrengungen der AOK, bereits frühzeitig in Leistungs-, Qualitäts- und Kostenmanagement zu investieren und eine Vorreiterrolle bei neuen Vertragsmodellen und Versorgungsprogrammen zu übernehmen, hätten sich ausgezahlt.

Allerdings hat auch der Gesundheitsfonds mit dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich zu dem Ergebnis beigetragen. Die neuen Wettbewerbsbedingungen führen zu einer stärkeren Berücksichtigung der Einkommens- und Krankheitsrisiken der Versicherten.

Außerdem hat die AOK im vergangenen Jahr 50 000 neue Mitglieder hinzugewonnen, vor allem junge Berufstätige und Familien mit Kindern. Damit wurde ein seit Mitte der 90er Jahre existierender Negativtrend zu Lasten der AOK durchbrochen.

Mit Blick auf die Finanzentwicklung der gesetzlichen Kassen in den Jahren 2010 und 2011, für die Defizite von vier und elf Milliarden Euro prognostiziert werden, fordert Reichelt kurzfristig wirkende Ausgabenbegrenzungen. Schon in diesem Jahr müsse der Gesetzgeber auch bei den Leistungsanbietern "an der Wettbewerbsschraube drehen, um Wirtschaftlichkeitspotenziale zu heben".

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