Berufspolitik

Acht Standpunkte zum Thema hausärztliche Versorgung

Veröffentlicht: 17.01.2011, 05:00 Uhr

 

Dr. Ralf Langejürgen, Leiter der vdek-Landesvertretung

"Wir brauchen eine klare Distanzierung vom Systemausstieg und von Praxisschließungen als Grundlage einer neuen Gesprächskultur und als Geschäftsgrundlage für künftige Verhandlungen."

Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags

"Zur flächendeckenden, wohnortnahen hausärztlichen Versorgung in Bayern gibt es keine Alternative.

Dafür brauchen wir vor allem auch verlässliche Regelungen für alle Beteiligten."

Dr. Wolfgang Krombholz, Vorsitzender Bayerischer Hausärzteverband

"Wir können nicht mit Gesetzen leben, die 2008 geschrieben werden, und die zwei Jahre später inhaltlich nicht mehr existieren.

Das Gesetz muss auch uns gegenüber verlässlich sein."

Dr. Max Kaplan, Präsident der Landesärztekammer Bayern

"Die Rahmenbedingungen der hausarztzentrierten Versorgung müssen stimmen.

Das Honorar ist in diesem Zusammenhang ein ganz wesentlicher Punkt. Deshalb müssen die momentanen Honorareinbußen der bayerischen Hausärzte möglichst rasch beseitigt werden."

Dr. Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender der AOK Bayern

"Auf der Grundlage des geltenden Rechts steht die AOK uneingeschränkt zur Umsetzung der hausärztlichen Versorgung.

Die hausarztzentrierte Versorgung muss weiter gestärkt werden."

Dr. Dieter Geis, stellvertr. Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands

"Wir haben in zwei Jahren ein System der hausarztzentrierten Versorgung aufgebaut, wir haben Qualität gesteigert bis hin zur Zertifizierung der Hausarztpraxen.

 Dafür brauchen wir einen Bestandsschutz auch für Anschlussverträge."

Dr. Gabriel Schmidt, Bereichsvorstand

"Letzendlich hat das System im Dezember gesiegt. 70 Prozent der Hausärzte wollten im Dezember nicht aussteigen.

Diese Hausärzte leiden jetzt wie alle anderen auch unter der Situation. Deshalb muss das Problem schnell gelöst werden. Wir sollten nicht auf die Gerichte warten."

Markus Söder, Bayerischer Gesundheitsminister

"Die privilegierte Stellung der Hausärzte ist bis Mitte 2014 rechtlich gesichert. Das ist eindeutig geregelt und von uns so gewollt. Es besteht eine Verpflichtung der Krankenkassen zum Abschluss von Hausarztverträgen."

Lesen Sie dazu auch: Neustart für 73b-Verträge - aber ohne Drohgebärden Söder schlichtet, Hausärzte und Kassen wollen wieder verhandeln Es geht nicht nur um die Vergütung

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Geradewegs in die nächste Sackgasse?

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