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Ärzte begrüßen DMP: „Adipositas und Diabetes sind Zwillingspaar“

Mit einem DMP Adipositas erhielten Betroffene erstmals einen regelhaften Anspruch auf kontinuierliche Behandlung, lobt die Deutsche Diabetes Gesellschaft.

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Berlin. Ärzte werten das geplante DMP Adipositas auch als wichtiges Mittel im Kampf gegen Diabetes. „Wir können Diabetes-Prävention nicht erfolgreich umsetzen, wenn wir nicht auch Adipositas-Prävention betreiben“, sagte die Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Professor Monika Kellerer, am Dienstag.

Täglich erkrankten weit mehr als 1000 Bundesbürger neu an Diabetes, betonte Kellerer. Adipöse Menschen seien sechs- bis zehnmal so häufig betroffen wie normal Gewichtige. Beide Krankheiten bildeten quasi ein „Zwillingspaar“. Bereits heute stehe rund jeder fünfte Todesfall in Deutschland mit einem Diabetes in Zusammenhang.

Mit einem DMP Adipositas erhielten Betroffene erstmals einen regelhaften Anspruch auf kontinuierliche Behandlung, so Kellerer. Dass es sich bei den Programmen um freiwillige Angebote der Kassen handelt, sei kein Problem. Das Beispiel Diabetes zeige, wie erfolgreich die Programme seien.

4,5 Millionen Versicherte im DMP Diabetes

Aktuell sind in das DMP Diabetes Typ 2 knapp 4,5 Millionen Versicherte eingeschrieben. Die Koalition hatte im vergangenen Sommer eine nationale Diabetesstrategie (NDS) beschlossen. Kellerer rief Bund und Länder auf, die Empfehlungen der Strategie jetzt „zügig und konkret“ umzusetzen. Durch Reden allein werde kein einziger Diabetes verhindert. Zu einer konsequenten Diabestes-Strategie gehöre auch die „deutliche Zuckerreduktion“ in Lebensmitteln, die Besteuerung stark zuckerhaltiger Getränke sowie ein Werbeverbot süßer Nahrungsprodukte für Kinder. Hier gehe Deutschland bislang nur „Trippelschritte“. Dabei zeige etwa Großbritannien, dass eine Sondersteuer zu einer deutlichen Zuckerreduktion in Softgetränken führe.

Auch die Forschung zu den Themen Diabetes und Adipositas sei auszubauen, forderte Kellerer. „Es sollte an jeder medizinischen Fakultät in Deutschland ein Lehrstuhl für Diabetes und Adipositas etabliert werden.“ Das werde der gesamtgesellschaftlichen Relevanz beider Erkrankungen nur gerecht, so die DDG-Präsidentin. (hom)

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