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Ärzte in Brandenburg sehen "Schwester Agnes" als gefährlichen Irrweg

COTTBUS/DAHLEWITZ (ami). Eine Neuausrichtung des Gemeindeschwester-Modells fordert die Ärztekammer Brandenburg. Dabei üben die Kammerdelegierten deutliche Kritik am aktuellen Modellprojekt in Brandenburg.

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Die Kammer warnt in einer Resolution vor einer nostalgischen Verklärung der Gemeindeschwester. Die öffentliche Diskussion sei geprägt durch eine "unrealistische, idealisierte und antiquierte Vorstellung", mit der eine Fehlentwicklung riskiert werde.

Die Resolution wendet sich dagegen, dass in der ambulanten Versorgung eine so genannte dritte Säule zusätzlich zu Pflegediensten und niedergelassenen Ärzten durch "akademisierte Heilberufe" geschaffen werden soll. Das könne den Qualitätsstandard in der ambulanten Versorgung gefährden, so die Kammerdelegierten.

Sie sprechen sich dafür aus, den Arztberuf wieder so attraktiv zu machen, dass mehr Medizinstudenten in die ambulante Versorgung gehen. Um die Lücken in der Versorgung zu verringern, will die Kammer statt Gemeindeschwestern besonders qualifiziertes Praxispersonal einsetzen. "In der Regelversorgung sind qualifizierte medizinische Fachkräfte unter Führung und Verantwortung des ambulant tätigen Arztes am ehesten geeignet, Lücken infolge des Ärztemangels zu verringern", heißt es. Dazu fordert die Kammer eine neu strukturierte Qualifizierung des Praxispersonals.

Kernelemente des Konzepts sollten sein, dass die medizinische Fachkraft an die Arztpraxis angebunden ist, ihre Qualifizierung bei der Ärztekammer erfolgt und das Berufsbild arztunterstützend und nicht arztersetzend ist.

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