"Aids-Prävention rechnet sich auch wirtschaftlich"

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BERLIN (iss). Kampagnen zur Prävention von Aids oder anderen Krankheiten sparen nicht nur viel Leid, sie sparen auch Geld. Das belegen die Erfahrungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Das Beispiel Aids zeigt, dass Prävention sich rechnet", sagte die BZgA-Direktorin Professor Elisabeth Pott auf der Jahrestagung des Verbands der privaten Krankenversicherung (wir berichteten kurz).

Die PKV unterstützt seit Mitte 2005 die Aufklärungsarbeit der BZgA zum Thema Aids. Jetzt hat der Verband beschlossen, die Förderung um weitere fünf Jahre zu verlängern. Bis 2015 stellt die Branche der BzgA insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung. Dass die Aids-Prävention nicht nur ethisch geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist, machte Pott in Berlin an konkreten Zahlen deutlich. Sie verwies auf Schätzungen, nach denen die lebenslange Versorgung eines HIV-Patienten mit aktuellen Therapieoptionen heute eine halbe Million Euro kostet.

"26 verhinderte HIV-Infektionen jährlich wiegen das gesamte staatliche Budget der BZgA auf", sagte Pott. Nach ihren Angaben amortisieren sieben verhinderte HIV-Infektionen im PKV-Bestand das jährliche Engagement der Privatversicherer.

"Gib Aids keine Chance" sei die größte und bekannteste Gesundheitskampagne in Deutschland, sagte sie. Die jetzt beschlossene Verlängerung des PKV-Engagements ermögliche es, die intensive Ansprache der Bevölkerung fortzusetzen. "Gemeinsam wollen wir dauerhaft die Zahl neuer HIV-Infektionen so gering wie möglich halten."

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