Personal fehlt

Amtsärzte: Schuleingangsuntersuchung wird wieder großflächig ausfallen

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Berlin. Die Amtsärzte warnen davor, dass auch in diesem Jahr viele Schuleingangsuntersuchungen nicht oder nur mit erheblichen Verzögerungen stattfinden könnten. Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) nennt als Grund den Personalmangel in den Gesundheitsämtern.

Der dort angesiedelte „Kinder und Jugend Gesundheitsdienst“ (KJGD), der die Schuleingangsuntersuchungen leiste, sei ohnehin seit Jahren unterbesetzt, erinnert die BVÖGD-Vorsitzende Dr. Ute Teichert. In der aktuellen Corona-Pandemie würden die KJGD-Mitarbeiter zudem vielerorts stark in das Pandemiemanagement eingebunden, womit die die eigentlichen Aufgaben auf der Strecke blieben.

Mehr Ärzte und Fachpersonal erforderlich

„Das ist ein Drama. Die Schuleingangsuntersuchungen sind kein entbehrlicher Verwaltungsakt, sondern ein wichtiges Instrument, um zu erkennen, wo Kinder Förderung und Familien Hilfe benötigen“, warnt Teichert. Fielen sie aus, treffe das besonders jene, die sozial sowieso schon benachteiligt seien.

Der Verband fordert daher mehr Ärzte sowie weiteres Fachpersonal für den KJGD in den Ämtern. Die Mittel dazu stünden zwar mit dem Pakt für den ÖGD grundsätzlich zur Verfügung, allerdings sei es für die Gesundheitsämter wegen der wesentlich schlechteren Bezahlung im Vergleich zu den Gehältern an kommunalen Kliniken sehr schwer, Ärztinnen und Ärzte zu gewinnen. (bar)

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Dr. Lee Koch

Hier wäre wieder ein mögliches berufliches Handlungsfeld für Advanced Practice Nurses/Nurse Practitioners mit einer Spezialisierung in Public Health.


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