Kommentar – TSGV und Mindestsprechstunden

Anreiz statt Keule

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Kein geringerer als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Ärzte in der Dialogveranstaltung vor gut zwei Wochen mit Verweis auf den Koalitionsvertrag eindringlich davor gewarnt, weiterhin über die geplante Erhöhung der Sprechstundenzeiten von 20 auf 25 Stunden zu streiten. Nun ist das Thema trotzdem in einer Diskussionsrunde der GKV vor wenigen Tagen wieder aufs Tapet gekommen, allerdings mit einem anderen Fokus, der die aktuellen Beratungen wieder spannend macht.

Es geht um die Flexibilisierung der Praxis-Öffnungszeiten – dieses Mal ganz ohne Polemik. Fakt ist: GKV und SPD sehen die Flexibilisierung als wesentliches Steuerungsinstrument. Zwei wichtige Aspekte sind klarer geworden. Erstens: Zusätzliche Sprechstunden am Abend und samstags sollen selbstverständlich in der regulären Wochenarbeitszeit ausgeglichen werden. Das dürfte allerdings nur für Praxen mit mehren Kollegen interessant sein.

Zweitens: Die bisher dafür schon vorgesehene Vergütung sollte üppiger ausfallen. Darin ist man sich einig – und es ist schön, wenn sich in dieser Frage nun endlich die GKV dazu bereit erklärt.

Darüber zu reden, macht das Thema Sprechzeiten wieder interessant, allerdings: organisiert als Anreizsystem und nicht mit der Keule.

Lesen Sie dazu auch: TSVG: Gezerre an Sprechstundenzeiten und Vergütung

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