Gesundheitsbehörde ECDC

Antibiotika-Gebrauch während der Pandemie zurückgegangen

Im Pandemie-Jahr 2020 haben die Menschen in den meisten europäischen Ländern weniger Antibiotika eingenommen als im Vorjahr. Trotzdem schreite eine „stille Pandemie“ voran, warnt die EU-Gesundheitsbehörde.

Veröffentlicht:

Stockholm. Im Pandemie-Jahr 2020 haben die Menschen in den meisten europäischen Ländern weniger Antibiotika eingenommen als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in Stockholm. Insgesamt ging der Konsum der Medikamente, die eingesetzt werden, um durch Bakterien entstandene Infektionen zu behandeln, um mehr als 15 Prozent zurück.

Eine Ursache könne sein, dass aufgrund der Corona-Pandemie weniger Menschen zum Arzt gingen und deshalb weniger Antibiotika verschrieben wurden, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Eine andere Ursache könne sein, dass es weniger von einigen bestimmten Atemwegsinfektionen gab, die nicht vom Coronavirus ausgelöst wurden - eine Folge von Gesichtsmasken, Handhygiene und Abstandhalten.

Die EU-Gesundheitsbehörde betonte jedoch, dass die Werte für Antibiotikaresistenz trotzdem hoch seien. Deshalb müsse der unnötige Einsatz dieser Medikamente weiter reduziert werden. „Antimikrobielle Resistenz ist eine stille Pandemie, die hier und jetzt stattfindet“, sagte Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, laut einer Mitteilung. „Menschenleben gehen verloren, weil Medikamente nicht mehr wirken und wir müssen dringend globale Maßnahmen ergreifen.“ (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Blick ins Ausland

Österreich: Chancen nicht nur für junge Ärzte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!