Kommentar zum GBA

Arbeit nach Relevanz

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Nach welchen Prinzipien arbeitet eigentlich das wichtigste Entscheidungsgremium im deutschen Gesundheitswesen, der Gemeinsame Bundesausschuss? Selbst Ärzten als Profis und unmittelbar Betroffenen dürfte die Antwort nicht leicht fallen.

Auf der Hand liegt, dass der GBA Aufgaben zu bewältigen hat, die ihm der Gesetzgeber aufträgt.

Daraus erwachsen auch Automatismen: beispielsweise die Identifikation von Festbetragsgruppen bei Arzneimitteln oder die frühe Nutzenbewertung neu auf den Markt kommender Wirkstoffe. Hier gibt es keinen Entscheidungsspielraum.

Aber der Bundesausschuss und seine Beteiligten - die KBV, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Kassen und nicht zuletzt auch Patientenvertreter - haben Spielräume für Eigeninitiativen. Diese zu nutzen, ist ein besonderer Wert in einem Selbstverwaltungssystem.

Spielräume sollten allerdings keine Spielwiesen sein. Die Problemstellung in der Gesundheitsversorgung sollte das verbieten - was aber nicht selbstverständlich ist.

Hier hat der Bundesausschuss jetzt einen wichtigen Schritt getan: vom Zufall oder von der Beliebigkeit zu einer systematischen Themenfindung und Priorisierung für die Qualitätssicherung.

Die Botschaft für Ärzte ist: Qualität soll vor allem dort verbessert werden, wo die Probleme und Defizite am größten sind. Spürbare Verbesserung in der Praxis sollte der Lohn für Anstrengungen sein.

Lesen Sie dazu auch: Qualität: GBA knöpft sich fünf Problem-Indikation vor

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Modell gegen den Ärztemangel?

Darum haben es mobile Arztpraxen so schwer

Versorgung in den Regionen

Poliklinik Halle – ein Modell gegen Ärztemangel?

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

© vege / Fotolia

Hämatologie und Onkologie in Zeiten molekular basierter Therapie

Flexibel bleiben, Betroffene besser einbinden und individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie

Lesetipps
 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa