Nordrhein-Westfalen

Arztrufzentalen funktionieren „ziemlich gut“

Positive Erfahrungen mit der Triage im Notdienst haben die KVen in NRW gemacht. Besonderes Vorzeigeprojekt ist Köln.

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DÜSSSELDORF. In Köln ist die Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Feuerwehr im Notdienst gut angelaufen. Die Tatsache, dass die Arztrufzentrale rund um die Uhr erreichbar ist, hat sich bewährt, berichtete der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein (KVNo) Dr. Frank Bergmann auf der Vertreterversammlung.

Seit Anfang des Jahres ist die Arztrufzentrale (Telefonnummer 116 117) für Köln 24 Stunden am Tag erreichbar und mit der Leitstelle der Feuerwehr (112) zusammengeschaltet. Seitdem sind zu den Praxiszeiten 1400 Anrufe in der Arztrufzentrale eingegangen. 1200 Anrufe sind von der Feuerwehr an die Arztrufzentrale übergeben worden, weil die Patienten in die ambulante Versorgungsschiene gehörten. Gleichzeitig wurden 105 Anrufe vom niedergelassenen System an die Feuerwehr weitergeleitet.

„Man sieht, dass der Grundansatz stimmt“, sagte Bergmann. Für die Versorgung von Patienten, die sich während der Praxiszeiten an die Arztrufzentrale oder den Rettungsdienst wenden, stehen 45 Ärztinnen und Ärzte aus 35 Partnerpraxen bereit. Sie erhalten pro Fall einen extrabudgetären Zuschlag von 20 Euro.

In der Arztrufzentrale, die die KVNo gemeinsam mit der KV Westfalen-Lippe in Duisburg betreibt, wird seit Anfang April die Software „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung“ (SmED) erprobt. Mithilfe von SmED wollen die Disponenten der KVen künftig Anrufer beim ärztlichen Bereitschaftsdienst besser in die richtige Versorgungsebene steuern.

„Das funktioniert ziemlich gut“, schilderte Bergmann die ersten Erfahrungen in Nordrhein. Bislang liefen über 5000 Assessments mithilfe von SmED. Zwar haben sich die Aufnahmegespräche für Hausbesuche zunächst um drei auf fast acht Minuten verlängert. Dieser Effekt lässt nach Angaben von Bergmann aber schon wieder nach.

„Wir bekommen die Rückmeldung, dass man mit SmED umgehen kann.“In Nordrhein wird die Software zunächst in Notfalldienstpraxen in Grevenbroich, Neuss, Düsseldorf und Köln eingeführt. (iss)

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