Direkt zum Inhaltsbereich

Assistenzärzte in der Praxis erhalten deutlich mehr Geld

BERLIN (ble). Ärzte in Weiterbildung zum Allgemeinmediziner in Hausarztpraxen erhalten ab 2010 eine höhere Vergütung. Darauf haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutsche Krankenhausgesellschaft und Krankenkassen geeinigt.

Veröffentlicht:
Ärztin und Assistentin in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin bei einem Check-up.

Ärztin und Assistentin in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin bei einem Check-up.

© Foto: Klaro

Mit der Vereinbarung, die das von der Vorgängerregierung auf den Weg gebrachte Förderprogramm für Allgemeinmediziner umsetzt, steigt das von KVen und Kassen geleistete Honorar in Arztpraxen zum 1. Januar 2010 von derzeit 2040 Euro auf mindestens 3500 Euro im Monat. Das kündigte KBV-Vize Dr. Carl-Heinz Müller in der Vertreterversammlung am Freitag in Berlin an.

Müller hofft, dass Praxischefs darüber hinaus weiterhin einen Eigenanteil von etwa 600 Euro leisten. In unterversorgten Gebieten wollen KVen und Kassen auch diese Summe übernehmen.

Zuvor hatte KBV-Chef Dr. Andreas Köhler die Bundesregierung aufgefordert, das "faktische Monopol" des Deutschen Hausärzteverbands bei Hausarztverträgen nach Paragraf 73 b SGB V abzuschaffen. "Dieser Paragraf muss dringend geändert werden", sagte Köhler vor den Delegierten. Als Gegenleistung brachte er eine 50-prozentige Hausarztquote in den Gremien von KBV und KVen ins Gespräch. Bis heute gebe es keinen Beleg dafür, dass die Versorgung durch Selektivverträge "besser oder kostengünstiger" werde.

In den anstehenden Honorarverhandlungen mit den Kassen will Köhler zum 1. April 2010 eine endgültige Trennung der haus- und fachärztlichen Vergütung durchsetzen. Zudem soll die Bedarfsplanung reformiert werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkungen auf ambulante Versorgung

MEDI-Umfrage: Vertragsärzte warnen vor Folgen der Rotstift-Politik

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ascariasis

Wurm in der Hose: Was tun bei hartnäckigem Spulwurmbefall?

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Lesetipps
Karzinom in der Bauchspeicheldrüse in schematischer Darstellung

© Crystal light / stock.adobe.com

Chance auf frühe Diagnose?

Pankreaskrebs: Welche Verschreibungen Verdacht wecken sollten

Eine Agarplatte mit angewachsenen Pilzkolonien.

© Saiful52 / stock.adobe.com

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie

Pilzinfektionen in der Hämatologie/Onkologie: So gehen Sie vor

Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren