Baden-Württemberg

Auf dem Land arbeiten neun Rheumatologen

Das Sozialministerium sieht niedergelassene Rheumatologen als gleichmäßig verteilt an.

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STUTTGART. In Baden-Württemberg sind gegenwärtig 55 Rheumatologen in der ambulanten Versorgung tätig. Hinzu kommen 16 ermächtigte Krankenhausärzte. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat gefordert, für eine bedarfsgerechte Versorgung sei ein Rheumatologe auf 50.000 Einwohner erforderlich. Würde dies umgesetzt, entstünde in Baden-Württemberg ein Bedarf von 210 Rheumatologen. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor. Von den 55 Fachärzten arbeiten nur neun im ländlichen Raum. Gleichwohl spricht das Ministerium von einer "gleichmäßigen Verteilung". Bei der Bedarfsplanung gibt es für die Versorgung mit Rheumatologen keine besonderen arztgruppenspezifischen Versorgungsgrade je Planungsregion. GBA-Chef Professor Josef Hecken hat daher bereits in der Vergangenheit vor Versorgungslücken in der Rheumatologie gewarnt.

Aktuell gibt es im Südwesten zwei Professuren für internistische Rheumatologie, und zwar in Freiburg und Heidelberg. Hinzu komme in Ulm ein Schwerpunkt Rheumatologie und in Tübingen eine rheumatologische Ambulanz. Weitere Professuren seien derzeit nicht geplant, heißt es.Weiterbildungsangebote in der Rheumatologie gebe es an den Unikliniken Freiburg und Heidelberg sowie an der Universitätsmedizin Mannheim. Insgesamt existieren landesweit 30 Weiterbildungsstätten und 33 weiterbildungsbefugte Ärzte in der internistischen Rheumatologie. Ob dies ausreicht, um die in den nächsten Jahren ausscheidenden Fachärzte zu ersetzen, "bleibt abzuwarten", heißt es. (fst)

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