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Aufpassen wie die Luchse!

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die Bayerische Staatsregierung hat den Versorgungsgau im eigenen Land in letzter Minute abwenden können. Die Drohung der Hausärzte, in Bayern komplett aus dem GKV-System auszusteigen, hat Wirkung gezeigt. Horst Seehofer persönlich hat dem Bayerischen Hausärztechef versichert, dass die Hausarztverträge so bleiben, wie sie sind. Sein Adlatus Söder legte gleich nach, indem er diese Botschaft beim Bayerischen Hausärztetag bekräftigte.

Doch wie viel Wert sind die Zusagen von Politikern, die sich immer wieder der Koalitionsdisziplin unterordnen müssen? Zu oft sind in den letzten Wochen Versprechungen gemacht und am Ende gebrochen worden. Das zum Thema: neue Vertrauenskultur.

Es klingt geradezu aberwitzig, wenn ein Politiker einer in Berlin mitregierenden Partei mit dem Finger auf den Koalitionspartner zeigt und Hausärzte dazu aufruft, wie Luchse aufzupassen. Eine ernst gemeinte Hilfe wäre es, wenn CSU und Hausärzteverband gemeinsam nach Argumenten suchten, warum Selektivverträge besser vergütet werden müssen als andere Verträge. Einen Hinweis dazu böten etwa die im 73 b geforderten hohen Qualitätsstandards.

Sicher: Die Hausärzte werden aufpassen wie die Luchse, aber auch auf die CSU, Herr Söder.

Lesen Sie dazu auch: Söder: "Der 73b muss bleiben!" Bayerns Hausärzte stoppen Protest "Wir müssen aufpassen wie die Luchse"

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Aufpassen wie die Luchse!

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