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Ausgabenwachstum gewinnt an Dynamik

Die Arznei- und Impfausgaben der gesetzlichen Kassen haben sich im ersten Halbjahr im steten Auf und Ab befunden. Seit Mai legen die Arzneiausgaben aber zu.

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Die Steigerungsraten für Arzneimittel und Impfstoffe im Vergleich zum Vorjahresmonat reichen von minus 2,8 Prozent im Februar bis plus 16,2 Prozent im März, teilt das Marktforschungsunternehmen IMS Health mit.

Für das erste Halbjahr ergibt sich eine Steigerungsrate von durchschnittlich 3,3 Prozent. Lässt man Impfstoffe außen vor, beträgt die Zunahme im Schnitt 4,7 Prozent. Die absoluten Ausgaben (inklusive Impfstoffe) zu Lasten der Kassen waren im Februar am geringsten (2,298 Milliarden Euro), im Juli am höchsten (2,725 Milliarden Euro). Zur Erinnerung: Die Arzneimittelvereinbarung von KBV und Kassen sieht für das laufende Jahr eine Steigerungsrate von 6,6 Prozent vor. Noch liegt der Anstieg somit unter dieser Marke. Nur gering hat die Menge der abgegebenen Packungen im ersten Halbjahr zugenommen, nämlich um 1,1 Prozent (ohne Impfstoffe: 1,3).

Auch in den KV-Regionen weist die Ausgabenentwicklung in den ersten sechs Monaten eine große Streuweite auf. Vorn liegt Berlin mit 6,7 Prozent. Ähnlich wie in Hamburg (5,1 Prozent) zieht der Stadtstaat viele Patienten von auswärts an, zudem dürfte die Dichte an Spezialpraxen, in denen schwer kranke Patienten behandelt werden, im Vergleich zu Flächenstaaten besonders hoch sein.

Überdurchschnittliche Steigerungsraten weisen Brandenburg und Schleswig-Holstein (jeweils 5,5 Prozent), Bremen (4,5), Thüringen (4,4), Mecklenburg-Vorpommern (3,8), Nordrhein (3,6) und Hessen (3,4 Prozent) auf. Niedersachsen spiegelt mit 3,3 Prozent die durchschnittliche Steigerungsrate wieder. Geringer als im Bundesschnitt fällt das Wachstum in Sachsen (3,1), Bayern, Westfalen-Lippe und Sachsen-Anhalt (jeweils 2,6) sowie in Sachsen-Anhalt (2,3), Baden-Württemberg (1,7) und Saarland (0,8 Prozent) aus.

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