Inzidenz

BARMER: Depressionen bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

Kein ganz neuer Befund, aber einmal mehr belegt: Die Corona-Pandemie hat depressive Verstimmungen besonders bei Jugendlichen befördert.

Veröffentlicht:

Berlin. Mehr Kinder und junge Erwachsene haben einer neuen Auswertung zufolge depressive Verstimmungen. Bekamen 2018 etwa 316.000 Menschen zwischen 5 und 24 Jahren eine depressive Episode diagnostiziert, waren es im vergangenen Jahr rund 409.000, also beinahe 30 Prozent mehr. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung hervor. Den größten Anstieg gab es demnach mit Ausbruch der Corona-Pandemie.

Lesen sie auch

Wie aus der Auswertung weiter hervorgeht, sind vor allem Mädchen und junge Frauen betroffen. Hier betrug der Anstieg gut 38 Prozent. Bei Jungen und jungen Männern waren es etwa 14 Prozent. Bundesweit haben etwa 9,5 Millionen Menschen in Deutschland ab zehn Jahren Depressionen. Das hatte jüngst das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) bekanntgegeben. Auch hier gibt es im Fünf-Jahres-Vergleich einen kontinuierliche Anstieg, vor allem bei Jugendlichen und Älteren. (KNA)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Krankmeldungen via Telefon: Wider den Wartezimmer-Zwang

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Rike Funke 29.10.202408:13 Uhr

Es wäre gut, die Daten zu Bewegungsmangel, Übergewicht und Adipositas, Medienkonsum, Einsamkeit für diese Altersgruppen und im Verlauf der letzten zehn Jahre neben die der Daten der Entwicklung der psychischen Erkrankungen zu legen.

Sonderberichte zum Thema

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Phenylketonurie – Phenylalanin-Zielwerte und Monitoring während der Lebensphasen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [2, 3]

Enzymersatztherapie der Phenylketonurie

Pegvaliase: anhaltendes Ansprechen, flexiblere Ernährung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Kronberg am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Patient mit juckendem Ausschlag: Irrwege bis zur richtigen Diagnose

Lesetipps
Eine Frau sitzt vor ihrem Laptop und leidet unter einer Hitzewallung

© Diane Diederich / Getty Images / iStock

Cochrane-Review

Wechseljahre: Das sind die Vorteile und Risiken der oralen Hormontherapie

Nur noch Kerzen erleuchten die Fenster eines Wohnhauses in Berlin. Nach dem Brand einer Kabelbrücke sind im Südwesten tausende Haushalte und Betriebe ohne Strom.

© Carsten Koall/dpa

Update

Praxen im Südwesten betroffen

Wieder Stromausfall in Berlin: Kollege Sommer berichtet von seinen Erfahrungen

Eine Frau hält ihrem bettlägerigen Mann die Hand.

© openlens / Stock.Adobe.com

Fünf Szenarien durchgespielt

Was bei einem palliativmedizinischen Notfall Priorität hat