Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zu IV-Verträgen

Bürokratische Fesseln lockern

Die Hürden für die Genehmigung von IV-Verträgen könnten ohne schwerwiegende Folgen gesenkt werden.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Für viele Ärzte ist es ein Ärgernis: da wird oft monatelang mit den Krankenkassen verhandelt, bevor ein regionaler Verbund sich mit einem Kostenträger auf einen Vertrag zur integrierten Versorgung verständigt hat.

Wenn endlich alles in trockenen Tüchern ist und die Versorgung vor Ort entsprechend verbessert werden könnte, zeigt das Bundesversicherungsamt die rote Karte. Die formalen Gründe leuchten selbst bei den Krankenkassen nicht immer sofort ein.

Noch ärgerlicher wird es für Ersatzkassen, wenn der gleiche Vertrag von der Landesaufsicht für eine AOK genehmigt wird. Folge: Die AOK kann sich als innovativer Vertragspartner brüsten, die Ersatzkasse gilt als Verhinderer.

Wer aber nur auf die "Bürokraten aus Bonn" schimpft, macht es sich zu einfach. Der Vorschlag, den Kassenvertreter in diesem Zusammenhang machen, bietet eine Lösung: die formalen Hürden vor dem Start eines IV-Vertrages zu lockern, beinhaltet kein großes finanzielles Risiko, wenn die Vereinbarungen evaluiert und die Ergebnisse nach einer ausreichenden Laufzeit kommuniziert werden.

Jede Krankenkasse ist selbst bestrebt, ein gutes wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen. Und wo das nicht reicht: Der öffentliche Druck, die Versichertengelder wirtschaftlich einzusetzen, wird dazu führen, dass keine Mittel in sinnlosen Verträgen verschwendet werden.

Lesen Sie dazu auch: Zwei Kassen monieren: Bürokraten bremsen IV-Verträge aus

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Das letzte Wort über die HzV ist noch nicht gesprochen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Gastbeitrag

Bedenken gegenüber Digitalen Gesundheitsanwendungen anscheinend berechtigt

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie kommuniziert man Zahlen und Risiken verständlich, Dr. Lühnen?

Lesetipps
Schatten eines übergewichtigen Menschen an einer Wand.

© Luluraschi / stock.adobe.com

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Fußballfans im Stadion jubeln.

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht