Pflegeversicherung

Bundesbank: Beitragssprung hilft temporär

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Bundesbank malt die finanziellen Perspektiven der sozialen Pflegeversicherung in düsteren Farben. Die frei verfügbaren Rücklagen, die sich Ende des Vorjahres noch auf sieben Milliarden Euro belaufen haben, könnten schon 2019 die gesetzliche Untergrenze von 1,5 Milliarden Euro erreichen, heißt es im neuen Monatsbericht der Bundesbank.

Gegenwärtig wird eine Steigerung des Beitragssatzes um bis zu 0,5 Prozentpunkte ab 2019 diskutiert, um die Reserven der Pflegekassen wieder aufzufüllen. Wegen der zu erwartenden Ausgabendynamik würde aber auch dieser Schritt nur "vorübergehend" die Finanzlage verbessern. Hinzu komme der Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals, der jährliche Mehrausgaben von nochmals mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr mit sich bringen könnte, so die Bundesbank.

Das erste Quartal hat die Pflegeversicherung mit einem Defizit von einer Milliarde Euro abgeschlossen. Zwar hätten die Einnahmen um 4,5 Prozent zugenommen, die Ausgaben stiegen jedoch um 11,5 Prozent, heißt es. (fst)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Welchen Spielraum es gibt

Patienten rechtssicher ablehnen: So geht’s

Geriatrische Syndrome

COPD bei älteren Patienten – darauf sollten Sie achten

Kasuistik

Die stille Last der Acne inversa

Lesetipps
Im Krankenhaus wird der Patient unter Aufsicht eines Radiologen einer CT-Untersuchung unterzogen.

© Valerii Apetroaiei / stock.adobe.com

Vereinfachter Diagnose-Algorithmus

Lungenembolie mit weniger Bildgebung sicher ausschließen