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Westküstenklinikum

Chirurgie erhält Zuschlag für Sicherstellung

Kassen müssen der Klinik rückwirkend für das Jahr 2012 einen Zuschlag in Höhe von 1,5 Millionen Euro zahlen. Das hat die Schiedsstelle festgelegt.

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BRUNSBÜTTEL. Das Westküstenklinikum (WKK) Brunsbüttel erhält für seine chirurgische Fachabteilung rückwirkend für das Jahr 2012 rund 1,5 Millionen Euro als Sicherstellungszuschlag von den Krankenkassen.

Diese Entscheidung fällte die zuständige Schiedsstelle in Schleswig-Holstein. Es ist bereits die zweite Entscheidung zum Sicherstellungsauftrag, die zugunsten des WKK ausgefallen ist.

Schon 2012 hatte das Landesgesundheitsministerium festgestellt, dass die chirurgische Abteilung zur Sicherstellung der Versorgung am Standort notwendig ist. Wegen des vergleichsweise geringen Versorgungsbedarfs ist dies mit dem pauschalierten Entgeltsystem jedoch nicht kostendeckend finanzierbar.

Die Krankenkassen argumentierten dagegen, dass das WKK-Haus in Heide schwarze Zahlen schreibt und dies aus ihrer Sicht verrechnet werden müsste.

Zum Sicherstellungszuschlag, der zuvor noch keinem Krankenhaus auf dem Festland zuerkannt wurde, steht noch ein Grundsatzentscheid am Verwaltungsgericht Schleswig aus.

Zuvor hatten sich Krankenhaus und Krankenkassen um eine außergerichtliche Einigung bemüht, indem sie ein integratives Versorgungskonzept am Standort etablieren wollten, das die Auseinandersetzungen um den Sicherstellungszuschlag überflüssig gemacht hätte.

Das schon ausgearbeitete Konzept war aber - wie berichtet - in letzter Minute von der AOK Nordwest doch nicht als unterschriftsreif angesehen worden.

Der scheidende WKK-Chef Harald Stender appellierte an die Krankenkassen, diese Lösung doch noch in Betracht zu ziehen:

"Bevor wir Jahr für Jahr immer wieder über den Sicherstellungszuschlag verhandeln und uns dabei auf Schiedsstellen und Gerichte verlassen müssen, wäre eine solche gemeinsam entworfene Lösung sicher besser", sagte Stender. (di)

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