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Bayern

Corona: KV bietet Hilfe bei Psychokrisen

Die KV Bayerns hat eine Liste mit Ärzten und Psychotherapeuten zur schnellen Erstversorgung ins Leben gerufen. Hunderte Ärzte und Psychotherapeuten machen bereits mit.

Veröffentlicht:

München. Für Menschen, die psychisch unter der Corona-Pandemie leiden oder mit der häuslichen Isolierung nicht zurechtkommen, bietet die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), schnelle psychotherapeutische Hilfe per Videosprechstunde oder Telefon.

Die rasante Entwicklung der Corona-Pandemie, die Angst, selbst zu erkranken, die soziale Isolation durch Kontaktverbot sowie die massiven Einschränkungen im Alltagsleben stellen für viele Menschen aller Altersgruppen eine extreme psychische Belastung dar.

Internationale Berichte über mehr häusliche Gewalt oder auch über das vermehrte Auftreten von Panik- und Depressionssymptomen zeigen, dass ein niederschwelliges und unbürokratisch zu nutzendes Angebot dringend notwendig sei, begründet die KVB die Entscheidung, Betroffenen einen kurzen Draht zu psychotherapeutischer Hilfe einzurichten.

Große Hilfsbereitschaft von Ärzten und Psychotherapeuten

Ab sofort finden Betroffene auf der Internetseite der KVB (www.kvb.de) unter der Rubrik Service/Patienten/Coronavirus-Infektion eine Liste mit Kontaktdaten von Ärzten und Psychotherapeuten aus den verschiedenen Bezirken Bayerns, die sich an dem kurzfristig gestarteten Vorhaben beteiligen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch, um einen individuellen Termin für eine Video- oder im Einzelfall auch Telefonsprechstunde zu vereinbaren.

Das Angebot konnte zustande kommen, weil hunderte von psychotherapeutisch tätigen Ärzten, psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bayernweit kurzfristig einem Aufruf des Vorstands der KVB gefolgt waren und nun für individuelle Beratung und Hilfe zur Verfügung stehen. Die Kosten werden laut KVB von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. (bfe)

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