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SARS-CoV-2

Corona-Pandemie schweißt Grenzregionen enger zusammen

Die für Gesundheits-Politiker aus der Großregion Saar-Lor-Lux verständigen sich auf eine engere Zusammenarbeit für Pandemien: von der Quarantäne, über Schutzmaterialien bis zur Pflegekräfte-Ausbildung.

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Eine der Unterzeichnerinnen des Memorandum of Understanding: Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

Eine der Unterzeichnerinnen des Memorandum of Understanding: Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

© Andreas Arnold/dpa

Saarbrücken. Die Großregion Saar-Lor-Lux will die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Pandemie-Fällen weiter stärken und auf verbindliche Grundlagen stellen. Dazu unterzeichneten die für Gesundheitsfragen verantwortlichen Politiker in einer Video-Konferenz ein „Memorandum of Understanding“.

Anlass für die Vereinbarung sind die Erfahrungen im Kampf gegen Corona. Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) betonte, für Betroffene müssten jederzeit bestmögliche Hilfe und Unterstützung gewährleistet sein, unabhängig davon, ob sie von französischer, belgischer, luxemburgischer oder deutscher Seite komme

Ihre rheinland-pfälzische Kollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) erinnerte an die Solidarität der vergangenen Monate bei der Behandlung von Intensivpatienten. Paulette Lenert, Gesundheitsministerin in Luxemburg, bekräftigte die Notwendigkeit, den Austausch und die Koordination in den nächsten, entscheidenden Monaten fortzusetzen. Für die ostfranzösische Region Grand-Est unterstrich Senatorin Véronique Guillotin die Bereitschaft zur Ausbildung von Krankenpflegepersonal vor allem für den luxemburgischen Markt.

Von Quarantäne bis zur Ausbildung von Pflegekräften

In dem Memorandum werden die Bereiche beschrieben, auf denen gemeinsame Aktionen zur Pandemie-Bekämpfung entwickelt werden sollen. Dies betrifft insbesondere Quarantäne-Maßnahmen, Impfstrategien, Testkapazitäten, die grenzüberschreitende Patientenaufnahme ohne verwaltungsmäßige oder finanzielle Hürden, die Notfallhilfe, den Austausch beziehungsweise die Unterstützung bei Material und Personal sowie die Ausbildung von Pflegekräften.

In der Großregion / Grande Région kooperieren der Staat Luxemburg, die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz, die französische Teilregion Lothringen (frz. Lorraine – „Lor“) sowie Ostbelgien einschließlich der deutschsprachigen Gemeinschaft. Bis Ende des Jahres hat das Saarland die Präsidentschaft inne. (kud)

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