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Multiresistente Keime

DGKJ-Kongress legt Fokus auf Prävention

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin widmet sich sinnvollen Hygiene-Ansätzen.

Veröffentlicht:

BERLIN/MÜNCHEN. "Keim-Alarm auf der Frühchenstation": Multiresistente Erreger in der Neonatologie machen Schlagzeilen. Der diesjährige bundesweite Kinder- und Jugendärztekongress in München wird sich intensiv mit sinnvollen Hygiene- und Präventionsmaßnahmen gegen Krankenhausinfektionen bei Kindern befassen.

Die Veranstaltung der federführenden Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und seiner Schwestergesellschaften setzt vom 2. bis 5. September außer Ernährung und Immunsuppression einen Schwerpunkt auf die Prävention von nosokomialen Infektionen und auf den Umgang mit multiresistenten Erregern.

Dringliches Thema

DGKJ-Tagungspräsident Professor Klaus-Peter Zimmer sagte, die Gefährdung von pädiatrischen Patienten mit einer Schwächung des Immunsystems oder der Notwendigkeit der Behandlung auf einer Intensivstation sei "ein besonders dringliches Thema mit akutem Handlungsbedarf".

In Deutschland erleide jedes fünfte Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm aufgrund seiner Abwehrschwäche im Krankenhaus eine nosokomiale Infektion. Mindestens 20 Ausbrüche auf neonatologischen und pädiatrischen Intensivstationen pro Jahr zeigten, wie wichtig der Schutz von Risikopatienten sei.

Bei der Spätform der Neugeborenen-Sepsis sei das Risiko bei einem multiresistenten gramnegativen Bakterium zu sterben im Vergleich zu einem nicht-multiresistenten gramnegativen Keim dreimal höher. Für die effektive Prävention seien über die fachliche Ebene auch außerklinische Faktoren zu berücksichtigen, erläutert Zimmer.

Hygienemaßnahmen verursachten Kosten, die die Budgets der Kliniken belasteten. Die zusätzlichen Vorkehrungen müssten Patienten und ihren Eltern zudem erläutert und ihre Einhaltung überwacht werden. (ras)

Informationen zum Kongress unter: www.dgkj.de/veranstaltungen/dgkj_kongresse/

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