Hintergrund

Das Jahr des Aufbruchs

Veröffentlicht:

Auf die Psychotherapeuten wartet ein Jahr mit einschneidenden Veränderungen.

Psychotherapeuten-Ausbildung: Zu Beginn des Wintersemesters am 1. September 2020 soll das neue Psychotherapie-Studium starten. Es tritt an die Stelle der bisherigen psychotherapeutischen Ausbildung, die auf einem Psychologie- beziehungsweise Sozialpädagogik-Studium aufsetzte. Das neue Studium endet nach drei Jahren mit dem Bachelor oder nach zwei weiteren Jahren mit der Approbation. Danach folgt die Weiterbildung mit Spezialisierungen, zum Beispiel auch in bestimmten Psychotherapieverfahren. Dafür erarbeiten die Psychotherapeuten-Kammern eine Weiterbildungsordnung.

Qualitätssicherung: Der Gemeinsame Bundesausschuss soll laut Psychotherapeutenausbildungsgesetz bis spätestens zum 31. Dezember 2022 in einer Richtlinie nach Absatz 2 Satz ein einrichtungsübergreifendes sektorspezifisches Qualitätssicherungsverfahren für die ambulante psychotherapeutische Versorgung erarbeiten und beschließen. Er hat dabei insbesondere geeignete Indikatoren zur Beurteilung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sowie Mindestvorgaben für eine einheitliche und standardisierte Dokumentation, die insbesondere eine Beurteilung des Therapieverlaufs ermöglicht, festzulegen.

Gutachterverfahren: Das Qualitätssicherungsverfahren soll sämtliche Regelungen des bisherigen Antrags- und Gutachterverfahren ersetzen. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat in der Sitzung am 5. Dezember den Vorstand beauftragt, beim GBA auf die Einhaltung bestimmter Bedingungen zu pochen. Dazu zählt die Einbindung der Expertise der Psychotherapeuten in die Beratungen des GBA. Ganz oben auf der Liste der Forderungen steht, die Indikationsstellung bei den Psychotherapeuten zu belassen und die Behandlungsumfänge nicht einzuschränken. Zudem sollen bürokratische Vorgaben der künftigen Qualitätssicherung die Therapieverläufe nicht einschränken. Insgesamt, so die Forderung, sollen die Qualitätssicherungsmaßnahmen bürokratiearm und die Therapie unterstützend ausfallen. (af)

Lesen Sie auch:
Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

© Vink Fan / stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

7-Jahres-Daten belegen günstiges Nutzen-Risiko-Profil von Ofatumumab

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Rauchverzicht wirkt sich am stärksten auf die Lebenserwartung von Menschen nach Krebserkrankung aus.

© Alpha / stock.adobe.com / Generated with AI

DKFZ

Nach Krebsdiagnose: Gesunder Lebensstil kann großen Unterschied machen

Eine Krankenschwester misst die Temperatur einer älteren Frau mit einem berührungslosen Infrarot-Thermometer.

© amnaj - stock.adobe.com

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!